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Technologie

KISTERS nach Cyberangriff: Verzicht auf Lösegeldzahlung und Systemerneuerung

Nach einem Cyberangriff vor zehn Monaten entschied sich die KISTERS AG gegen Lösegeldzahlungen und für eine vollständige Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur.

4. November 2026

Die KISTERS AG wurde vor rund zehn Monaten Opfer einer Cyberattacke, die der Conti-Gruppe zugerechnet wird. Vorstand Klaus Kisters erklärte, man habe sich bewusst für eine öffentliche Kommunikation entschieden, um das Vertrauen der Kunden nicht durch Ausreden zu gefährden. Ermittlungen ergaben bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass Kundendaten im Darknet veröffentlicht wurden.

Das Unternehmen lehnte die Lösegeldforderungen konsequent ab. Kisters begründete diesen Schritt damit, dass Zahlungen das Unternehmen zu einem lohnenden Ziel für weitere Erpressungsversuche machen würden. Stattdessen investierte KISTERS einen achtstelligen Betrag, um die gesamte IT-Landschaft, einschließlich Netzwerkkomponenten, Firewalls und Betriebssysteme, vollständig neu aufzubauen und auf den neuesten Stand zu bringen.

Obwohl das Unternehmen bereits vor dem Angriff nach ISO 27001 zertifiziert war und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchführte, gelang den Angreifern das Eindringen. Kisters betonte, dass in der heutigen Bedrohungslage für Unternehmen nicht mehr die Frage sei, ob, sondern wann es zu einem Sicherheitsvorfall kommt. Die getroffenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit gegen künftige Angriffe dauerhaft zu stärken.

Originalquelle: kisters.de