Klarna strebt Banklizenz in den USA an
Das schwedische Fintech-Unternehmen Klarna hat Pläne zur Gründung einer US-amerikanischen Banktochter, Klarna Bank USA, bekannt gegeben und strebt die behördliche Genehmigung an. Die FDIC-unterstützte Institution würde von Utah aus operieren.

Das schwedische Fintech-Unternehmen Klarna hat die Absicht bekannt gegeben, eine US-amerikanische Banktochter namens Klarna Bank USA zu gründen. Nach behördlicher Genehmigung würde die FDIC-unterstützte Institution ihren Sitz in Utah haben und damit eine bedeutende Erweiterung seiner Finanzdienstleistungen auf dem amerikanischen Markt darstellen.
Klarna gibt an, seinen Nutzern Werkzeuge für verantwortungsbewusstes Leihen und gesteigertes finanzielles Vertrauen anbieten zu wollen. CEO Sebastian Siemiatkowski erklärte in der Mitteilung, dass die Erlangung einer Banklizenz ein logischer Schritt für die Strategie des Unternehmens sei, einen transparenteren Finanzansatz in den USA anzubieten. Das Unternehmen hat Gary Harding, ehemaliger CEO der Milestone Bank und Prime Alliance Bank, zum zukünftigen Leiter der Klarna Bank USA ernannt.
Das Unternehmen meldete über 119 Millionen aktive Nutzer weltweit und verarbeitet täglich mehr als drei Millionen Transaktionen. Zu seinen wichtigsten Einzelhandelspartnerschaften gehören H&M, Sephora, Macy’s und Ikea. In Europa operiert Klarna bereits als voll lizenzierte Bank und bietet eine breitere Palette an Kredit- und Bankdienstleistungen an als sein derzeitiges Angebot in den USA.
Dieser Schritt erfolgt inmitten einer Phase regulatorischer Veränderungen im US-Bankensektor, wobei eine wahrgenommene Lockerung der Beschränkungen potenziell Fintech- und Technologieunternehmen dazu ermutigt, Banklizenzen zu erwerben. Mehrere andere Unternehmen, darunter die Konkurrenten Affirm und PayPal, das Kryptounternehmen Ripple sowie Automobilhersteller wie Ford, haben ebenfalls Banklizenzen in den Vereinigten Staaten geprüft oder beantragt.