Klarna: Umsatzplus von 20 % im Q2, aber Nettoverluste mehr als verdoppelt
Der schwedische BNPL-Gigant Klarna meldete im zweiten Quartal einen Umsatz von 823 Millionen Dollar, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die Nettoverluste haben sich jedoch auf 53 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

Das schwedische Zahlungsdienstunternehmen Klarna verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz von 823 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz des Umsatzwachstums haben sich die Nettoverluste des Unternehmens auf rund 53 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelt. Dies geschieht, während Klarna seine aggressive Expansion auf dem US-Markt fortsetzt und neue Händlerpartnerschaften eingeht.
Die Ausfallquote des Unternehmens verbesserte sich auf 0,89 % von zuvor rund 1,03 %. CEO Sebastian Siemiatkowski hob hervor, dass eine Rekordanzahl von Klarna-Transaktionen pünktlich oder sogar vorzeitig bezahlt wurde. Das Wachstum wurde durch die Aufnahme von 202.000 neuen Händlern vorangetrieben, darunter große Einzelhändler wie Walmart und eBay, die Klarna am Verkaufspunkt integrierten.
Die gestiegenen Verluste wurden jedoch auf höhere Rückstellungen für Kreditverluste zurückgeführt, die von 106 Millionen US-Dollar auf 174 Millionen US-Dollar anstiegen. Restrukturierungskosten und die Aufwendungen für die Finanzierung seines wachsenden Kreditbuchs beeinflussten ebenfalls die Rentabilität. Klarna hat zudem seine Investitionen in künstliche Intelligenz und Automatisierung betont, was zu einer bemerkenswerten Reduzierung der Belegschaft geführt hat.
Ungeachtet der gestiegenen Verluste treibt Klarna die Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang voran. Das Unternehmen hatte seine Börsengangspläne aufgrund der Marktvolatilität Anfang des Jahres zurückgestellt, könnte aber bereits im September einen Börsengang in Erwägung ziehen. Ein Börsengang würde die finanzielle Performance und Strategie von Klarna einer verstärkten Prüfung unterziehen.