Knieroller am Johanniter-Krankenhaus Stendal im Einsatz zur Verbesserung der Patientenmobilität
Das Johanniter-Krankenhaus Stendal setzt Knieroller ein, um Patienten mit Fuß- oder Unterschenkelverletzungen die eigenständige Mobilität zu erleichtern und die Genesung zu unterstützen.

Am Johanniter-Krankenhaus in Stendal werden Knieroller zur Verbesserung der Mobilität von Patienten mit Einschränkungen im Fuß- oder Unterschenkelbereich eingesetzt. Ziel ist es, die eigenständige Fortbewegung während der Genesungsphase zu fördern.
Laut Dr. Silke Naumann d’Alnoncourt, Ärztin in der Wiederherstellungs- und Unfallchirurgie, ist die Mobilisierung nach einer Verletzung entscheidend für den Therapieerfolg. Der Knieroller ist Teil des stationären Nachbehandlungskonzepts des Krankenhauses und ermöglicht Patienten, wieder selbstständig mobil zu sein.
Der Knieroller ist ein lenkbares Hilfsmittel mit drei oder vier Rädern. Patienten legen den Unterschenkel der verletzten Seite auf eine gepolsterte Trittfläche im Knie-Stand. Fortbewegung erfolgt durch Abstoßen mit dem gesunden Bein. Dieses Verfahren ermöglicht eine axiale Belastung beider Beine, was die Koordination und Gangstabilität verbessert, ohne die obere Extremität zu belasten. Patienten müssen keine neue Schrittfolge erlernen.
Das Hilfsmittel ist seit 1950 in den USA und Großbritannien etabliert. Im Johanniter-Krankenhaus wird die Mobilisation mit dem Knieroller ab dem ersten postoperativen Tag oder dem ersten Tag einer konservativen Therapie eingeleitet, oft in Kombination mit einem Gehgestell oder Unterarmgehstützen.
Der Einsatz der Knieroller soll insbesondere bei älteren Patienten die Selbstständigkeit fördern, Risiken der Immobilität wie Lungenentzündung oder Muskelschwund vorbeugen und Krankenhausaufenthalte oder Kurzzeitpflege reduzieren. Auch jüngere Patienten können so schneller in den Alltag, zur Arbeit oder zur Schule zurückkehren.