Linerboard-Preise steigen: Verpackungskäufer sehen höhere Kosten
Die US-Preise für Kraft-Linerboard sind im März erstmals seit 13 Monaten gestiegen. Ein Anstieg von 40 USD pro Tonne wird durch Kapazitätskürzungen und höhere Inputkosten angetrieben.

Die Preise für Kraft-Linerboard in den USA sind im März um 40 US-Dollar pro Tonne gestiegen und liegen nun bei 940-950 US-Dollar. Dies markiert die erste Preiserhöhung seit 13 Monaten und deutet auf steigende Kosten für Verpackungskäufer hin.
Die Preisentwicklung folgt auf eine Periode der Stabilität und einen vorherigen Rückgang. Nachdem der Preis im Februar um 20 US-Dollar pro Tonne gefallen war, kehrte sich der Trend im März um. Im April gab es eine zweite monatliche Erhöhung in Folge, und die Hersteller erwarteten aufgrund des knappen Angebots und der stabilen Nachfrage eine weitere Steigerung im Juni.
Die Preiserhöhungen werden von den Herstellern durch reduzierte Kapazitäten und steigende Inputkosten vorangetrieben. Der Wegfall von Produktionskapazitäten verknappt den Markt und ermöglicht es den Verkäufern, die Preise nach einer längeren flachen Phase wieder anzuheben. Diese Aufwärtsbewegung wird eher durch Kosten-Disziplin als durch eine stark erhöhte Endverbrauchernachfrage verursacht.
Verpackungskäufer sehen sich mit direkten Kostensteigerungen konfrontiert, da die Preise für Linerboard und Wellpappe steigen. Käufer, die ihre Preise noch nicht gesichert haben, könnten im zweiten Halbjahr höhere Kosten erwarten. Beschaffungsteams sollten ihre Vertragsbedingungen prüfen und erwägen, Preise vor der möglichen Erhöhung im Juni zu fixieren, da die Kapazitätsreduzierungen struktureller Natur sind. Die Überwachung von Ankündigungen zur Mühlenkapazität, Preisindizes und Lieferdaten kann frühe Anzeichen für die Marktrichtung liefern.