Kulturarena Jena zieht gemischte Bilanz nach Festival-Saison
Jena: Das Kulturarena-Festival zog eine durchwachsene Saisonbilanz. Trotz ausverkaufter Top-Acts blieben die Besucherzahlen hinter dem Vorjahr zurück. Veranstalter nennen Wetterkapriolen und wirtschaftliche Faktoren als Gründe.

Jena – Die 33. Auflage der Kulturarena Jena ist am Freitag zu Ende gegangen. Die Veranstalter ziehen eine gemischte Bilanz: Rund 58.000 Besucher kamen zu den mehr als 55 Veranstaltungen seit Anfang Juli. Das sind etwa 9.000 Besucher weniger als im Vorjahr.
Produktionsleiter Kristjan Schmitt sprach von einer "eher durchwachsenen Saison". Ein Hauptgrund sei das wechselhafte Wetter gewesen, insbesondere die vielen Regentage im Juli, die zu geringeren Besucherzahlen führten.
Dennoch gab es Erfolge: Zehn Veranstaltungen waren ausverkauft, darunter das Sommertheater "Laslos Herz" und Konzerte von Künstlern wie Tocotronic, Zartmann und Edwin Rosen. Auch die Kurzfilmnächte und die Premiere des Jena-Krimis "Theresa Wolff" waren ausverkauft.
Schmitt äußerte jedoch Sorge über eine nachlassende Neugier des Publikums auf weniger bekannte Künstler. Er bemängelte, dass die "Entdecker- und Experimentierfreude", die einst die Kulturarena prägte, zu schwinden scheine. Die Organisatoren hoffen, dem entgegenwirken zu können.
Zusätzlich zum Wetter nannten die Veranstalter die spürbaren Folgen der Inflation. Die Kaufkraft der Besucher sei gesunken, was sich in einer Zurückhaltung bei Ticketkäufen und dem Besuch von weniger Veranstaltungen niederschlage. Pläne für 2026 sind bereits in Arbeit, inklusive eines Nachholtermins für das abgesagte Konzert von Max Herre und Joy Denalane.