Kuwait beschafft Rheinmetall MASS-Schiffsschutzsysteme
Rheinmetall liefert erstmals das MASS-Täuschkörpersystem an Kuwait für acht Marineschiffe. Der Auftragswert liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall liefert erstmals sein MASS (Multi Ammunition Softkill) System zur Schiffsicherung an die kuwaitische Marine. Der Auftrag umfasst die Ausrüstung von acht Al Dorra-Klasse Lenkflugkörper-Schnellbooten mit dem System sowie der dazugehörigen Omnitrap-Täuschkörpermunition.
Der Gesamtauftragswert liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und wurde im zweiten Quartal 2026 verbucht. Die Auslieferungen beginnen im zweiten Quartal 2026 und werden voraussichtlich drei Jahre dauern. Dies ist Teil des größten Schiffbauprogramms Kuwaits seit über 15 Jahren.
Die Al Dorra-Boote werden von Abu Dhabi Shipbuilding für die EDGE Group gebaut und sind als vielseitige, seegängige Patrouillenboote konzipiert. Die bestellte Omnitrap-ER-Munition repräsentiert eine neue Generation von Täuschkörpern mit erweiterter Reichweite und verbesserter Flugbahn zur Abwehr moderner radargesteuerter und infrarotgelenkter Bedrohungen.
Das MASS-System schützt Schiffe vor einer Vielzahl von Bedrohungen wie Seezielflugkörpern oder lasergesteuerten Waffen. Es setzt multispektrale Täuschkörper ein, die alle relevanten Wellenlängenbereiche abdecken, darunter Radar, ultraviolette und elektrooptische Sensoren sowie Laser und Infrarot. Das modulare Design erlaubt die einfache Integration auf Schiffen aller Größen und kann sowohl in bestehende Waffeneinsatzsysteme integriert als auch als eigenständiges System betrieben werden.