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Technologie

Namensstreit um See steigert Interesse an Google Maps-Alternativen

Ein Streit über die Benennung des Ontariosees auf digitalen Karten hat das Interesse an Alternativen zu Google Maps gesteigert. Nutzerproteste gegen die Entscheidungen von Google und Apple, den neuen Namen zu übernehmen, haben zu einem Anstieg der Downloads anderer Kartendienste geführt.

8. Oktober 2026
Namensstreit um See steigert Interesse an Google Maps-Alternativen

Ein Streit über die Umbenennung des Ontariosees auf digitalen Karten hat das Interesse an Kartendiensten, die nicht von großen Technologieunternehmen stammen, verstärkt. Nach der Anordnung von Präsident Donald Trump, das Gewässer in "Lake America" umzubenennen, aktualisierten die Tech-Giganten Google und Apple ihre Kartenanwendungen, was bei einigen Nutzern auf Gegenreaktionen stieß.

Diese Kontroverse, zusammen mit anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, hat die Suche nach Kartendiensten, die nicht mit "Big Tech" verbunden sind, angekurbelt. Während Google Maps einen dominanten Marktanteil von etwa 80 % hält, suchen Nutzer aktiv nach Alternativen.

MapQuest, ein seit drei Jahrzehnten bestehender Dienst, verzeichnete Anfang September einen deutlichen Anstieg der App-Downloads. Obwohl derzeit auf die USA und Kanada beschränkt, prüft das Unternehmen Optionen für eine breitere internationale Verfügbarkeit aufgrund von Nutzeranfragen.

TomTom, bekannt für seine GPS-Geräte, bietet auch eine kostenlose Navigations-App für Autofahrer an. HERE WeGo, ursprünglich von Nokia entwickelt und nun im Besitz eines Konsortiums deutscher Automobilhersteller, bietet umfassende Routenoptionen für verschiedene Transportmittel und herunterladbare Offline-Karten, was in Gebieten mit eingeschränkter Konnektivität von Vorteil ist.

Europäische Anwendungen wie HERE WeGo, Organic Maps und OSMand halten sich an strenge Datenschutzbestimmungen wie die EU-DSGVO und konzentrieren sich auf Lizenzierungsmodelle anstatt auf die Sammlung von Nutzerdaten für Werbezwecke. Citymapper spezialisiert sich auf die Routenplanung für den öffentlichen Nahverkehr in Städten, während Waze, obwohl im Besitz von Google, verkehrsdatenbezogene Echtzeitdaten von seinen Nutzern sammelt.

Originalquelle: fastcompany.com