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Wissenschaft

Lancet-Bericht analysiert Chinas Strategien zur Armutsbekämpfung durch Gesundheitsreformen

Eine von der Tsinghua-Universität geleitete Studie untersucht den Zusammenhang zwischen staatlichen Gesundheitsprogrammen und Armutsreduktion in China.

4. November 2026
Lancet-Bericht analysiert Chinas Strategien zur Armutsbekämpfung durch Gesundheitsreformen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Ein Bericht der Lancet-Kommission unter der Leitung der Tsinghua-Universität hat die Auswirkungen chinesischer Gesundheitspolitik auf die Armutsbekämpfung im Zeitraum 2015 bis 2020 untersucht. Die Ergebnisse wurden am 29. Oktober in Peking vorgestellt.

Die Studie belegt, dass China in diesem Zeitraum rund 1,4 Billionen Yuan in gesundheitsbezogene Armutsbekämpfungsmaßnahmen investierte. Ein wesentlicher Bestandteil war der Ausbau der Primärversorgung sowie die Verknüpfung mit Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Wohnungsbau und Bildung. Zwischen 2013 und 2018 sank der Anteil der Eigenleistungen für stationäre Behandlungen bei armen Bevölkerungsschichten von 41 auf 31 Prozent.

Ein nationales Überwachungssystem erfasst heute den Gesundheitszustand von über 80 Millionen Menschen mit niedrigem Einkommen auf dem Land. Trotz der positiven Entwicklung weisen die Autoren darauf hin, dass die gleichzeitige Umsetzung verschiedener Maßnahmen eine genaue Kausalitätsanalyse erschwert. Die Kommission unter Vorsitz von Margaret Chan empfiehlt daher weitere Forschungen, um die Wirksamkeit einzelner Faktoren besser isolieren zu können.

Originalquelle: prnewswire.com