Lantmännen fordert mehr heimische Lebensmittelproduktion bei Parlamentsseminar
Lantmännen nahm an einem Seminar im schwedischen Parlament teil, das sich mit Strategien zur Stärkung der heimischen Lebensmittelproduktion und der nationalen Resilienz im Zuge des grünen Wandels befasste. Das Unternehmen betont die Notwendigkeit langfristiger politischer Entscheidungen.
Lantmännen nahm am 19. November an einem Seminar im schwedischen Parlament teil, das sich auf Strategien zur Stärkung der nationalen Resilienz und zur Förderung des grünen Wandels konzentrierte. Die Veranstaltung wurde von Kristdemokraterna und Centerpartiet organisiert, unter Beteiligung von Vattenfall und Saab, und thematisierte die Bedeutung der heimischen Ernährungssicherheit.
Das Unternehmen hob hervor, dass Schwedens derzeitige Selbstversorgungsquote bei Lebensmitteln nur etwa 50 Prozent beträgt, was eine erhebliche Schwachstelle darstellt und zu einem Handelsdefizit beiträgt. Lantmännen betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Agrar- und Lebensmittelsektors, der rund 100.000 Menschen beschäftigt und einen erheblichen Umsatz generiert.
"Schweden hat wichtige Schritte unternommen, wie die Einrichtung staatlicher Getreidevorräte, aber langfristige Resilienz erfordert mehr", erklärte Per Arfvidsson, stellvertretender CEO von Lantmännen. "Wir brauchen eine langfristige Politik, die es ermöglicht, mehr Lebensmittel in Schweden zu produzieren, unsere Selbstversorgung zu stärken und gleichzeitig die Klimaziele wettbewerbsfähig zu erreichen."
Lantmännen betonte, dass echte Resilienz eine erhebliche Steigerung der heimischen Lebensmittelproduktion im Laufe der Zeit erfordert und dass profitables Wachstum in der Landwirtschaft sowohl für die Resilienz als auch für den grünen Wandel unerlässlich ist. Das Unternehmen forderte zudem eine breitere Zusammenarbeit zwischen parlamentarischen Ausschüssen, Ministerien und Behörden, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und mit den nationalen Lebensmittelstrategien in Einklang stehen.
Das Unternehmen äußerte Bedenken hinsichtlich der langsamen Reduzierung der Emissionen im Transportsektor, was zu produktionsbeschränkenden Klimaschutzmaßnahmen für die Landwirtschaft führen könnte. Arfvidsson schloss mit der Feststellung, dass der Zeitraum bis 2030 kurz ist und koordinierte, langfristige Entscheidungen erfordert. Investitionen in die Klimaanpassung und das Wassermanagement in der Landwirtschaft wurden als entscheidend für die Bewältigung zunehmender Niederschläge und steigender Temperaturen bezeichnet.