Lantmännen prognostiziert 5 Millionen Tonnen Getreideernte für 2026
Lantmännen prognostiziert für 2026 eine Getreideernte von 5 Millionen Tonnen, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr und unter dem Zehnjahresdurchschnitt darstellt. Winterschäden werden als Hauptursache für die reduzierte Prognose genannt.

Lantmännen erwartet für die Getreideernte 2026 eine Menge von 5 Millionen Tonnen. Diese Prognose liegt rund 20 Prozent unter der Ernte von 6,4 Millionen Tonnen im Vorjahr und unterschreitet auch den Zehnjahresdurchschnitt von etwa 5,5 Millionen Tonnen. Hauptgrund für die erwartete geringere Ernte sind erhebliche Winterschäden.
Die Winterbedingungen haben insbesondere bei Winterweizen zu erheblichen Schäden auf großen Flächen geführt, vor allem in Westschweden und der Region Mälardalen. In anderen Landesteilen beeinträchtigte Trockenheit im Frühsommer die Kulturen. Frühjahrsgetreide zeigt unter günstigen Witterungsbedingungen bessere Ertragsaussichten, kann die Verluste jedoch nicht vollständig ausgleichen.
Die Landwirte sehen sich derzeit mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Hohe Produktionskosten für Betriebsmittel wie Treibstoff und Dünger sowie Getreidepreise, die diese Kostensteigerungen nicht kompensieren, belasten die Rentabilität. Lantmännen spricht von einer Dreifachbelastung aus geringeren Erntemengen, sinkenden Preisen und steigenden Ausgaben.
Lantmännens CEO Magnus Kagevik betonte die Notwendigkeit von Rentabilität und Investitionen in der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette zur Stärkung der schwedischen Nahrungsmittelproduktion und -vorsorge. Er warnte, dass anhaltender wirtschaftlicher Druck die Aussaat im Herbst beeinträchtigen und zukünftige Ernten sowie die nationale Ernährungssicherheit gefährden könnte.