Gesetzgeber fordern Regulierung von Wettmärkten für Katastrophen
Eine Gruppe von US-Gesetzgebern hat die Regulierungsbehörden aufgefordert, gegen Vorhersagemärkte einzugreifen, auf denen auf Naturkatastrophen wie Waldbrände gewettet wird.

Eine Koalition von US-Gesetzgebern hat die Bundesaufsichtsbehörden aufgefordert, gegen Vorhersagemärkte einzuschreiten, die Wetten auf Naturkatastrophen wie Waldbrände ermöglichen. Senator Jeff Merkley aus Oregon leitete die Gruppe bei der Aufforderung an die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), "gesundheitspolitische Leitplanken" für diese Märkte einzuführen.
Die Gesetzgeber äußern Bedenken, dass Vorhersagemärkte perverse Anreize schaffen und menschliches Leid zum Handelsgut machen könnten. Sie warnen, dass solche Märkte Einzelpersonen ermutigen könnten, aktiv auf Ereignisse Einfluss zu nehmen, um sicherzustellen, dass ihre Wetten erfolgreich sind, was potenziell zu verheerenden Folgen führen könnte. Besondere Besorgnis gilt Wetten auf Waldbrände, wobei die Gesetzgeber befürchten, dass Spieler versucht sein könnten, Brände zu legen, um ihre Gewinne zu garantieren.
Wetten auf Waldbrandergebnisse sind kein neues Phänomen. Während der Brände in Los Angeles im letzten Jahr wurden auf Vorhersagemärkten über eine Million Dollar gehandelt, wobei Nutzer spezifische Wetten auf das Ausmaß und die Dauer der Brände abschlossen. Die Gesetzgeber sind besonders besorgt über die derzeitige schwere Waldbrandsaison, die ungewöhnlich früh begonnen hat.
Auch Bundesstaaten ergreifen Maßnahmen. Kalifornien und Utah haben Gesetze vorgeschlagen, die Wetten auf Ereignisse wie Terrorismus oder illegale Aktivitäten verbieten. In Utah hat ein Gericht bereits entschieden, dass der Bundesstaat gegen Vorhersagemärkte mit bestehenden Glücksspielgesetzen vorgehen kann.