Anwalt wegen KI-erfundener Zeugen in Mordfall mit 5.000 Dollar bestraft
Der Oberste Gerichtshof von New Mexico hat einen Anwalt mit 5.000 Dollar bestraft und ihn wegen der Einbeziehung von KI-fabrizierten Zeugen und falschen Polizeiaussagen in Berufung eines Mordfalls verurteilt.

Der Oberste Gerichtshof von New Mexico hat den Anwalt Stephen Aarons mit 5.000 US-Dollar bestraft und ihn wegen der Nichteinhaltung der Verpflichtung zur "Überprüfung der sachlichen Behauptungen und der rechtlichen Autorität in seinem KI-generierten Schriftsatz" für schuldig befunden. Die Entscheidung wurde am Mittwoch bekannt gegeben.
Laut Gerichtsunterlagen enthielt die Berufungsschrift "falsche Zeugenaussagen von gänzlich erfundenen Zeugen" sowie "falsche Zeugenaussagen" bezüglich der Kleidung und des Aussehens des Schützen. Richterin C. Shannon Bacon hinterfragte bereits im August während einer Anhörung, inwieweit sich Aarons der Risiken bewusst war, die mit KI verbunden sind.
Der Fall unterstreicht die ethischen und rechtlichen Herausforderungen beim Einsatz künstlicher Intelligenz im Rechtswesen. KI-Tools können zwar schnell große Mengen an Text generieren, doch die Verantwortung für die Sicherstellung der Genauigkeit und Richtigkeit der produzierten Informationen liegt weiterhin beim Menschen.
Die Entscheidung des Gerichts dient als Warnung für andere Juristen und betont die entscheidende Notwendigkeit einer gründlichen Überprüfung von KI-generierten Inhalten, bevor diese in Gerichtsverfahren verwendet werden.