Führung: Authentizität und Transparenz sind nicht dasselbe
Großartige Führungskräfte müssen zwischen Authentizität und voller Transparenz unterscheiden. Während Authentizität gefordert ist, ist das Teilen jedes persönlichen Details nicht immer notwendig oder ratsam am Arbeitsplatz.

Inc. Magazine betont, wie wichtig es für professionelle Führungskräfte ist, zwischen Authentizität und Transparenz zu unterscheiden. Während Authentizität – Ehrlichkeit und Beständigkeit im Verhalten – entscheidend ist, ist vollständige Transparenz in persönlichen Angelegenheiten am Arbeitsplatz nicht immer notwendig oder sogar ratsam.
Autorin Andrea Wojnicki stellt fest, dass das ständige Filtern von Gedanken und Emotionen in einem professionellen Umfeld normal ist und Urteilsvermögen zeigt, nicht Unaufrichtigkeit. Diese Fähigkeit ist auch zentral für den Umgang mit Situationen wie dem Geben von Feedback oder dem Setzen von Grenzen für das persönliche Leben in Bezug auf die Arbeit.
Die Diskussion hat sich von der alten Regel, das Privatleben strikt vom Berufsleben zu trennen, hin zu Aufforderungen verlagert, die „ganze Person“ mit zur Arbeit zu bringen. Wojnicki schlägt jedoch vor, dass der beste Ansatz darin besteht, die „beste Version seiner selbst mit Absicht“ mit zur Arbeit zu bringen.
Eine echte Führungsqualifikation liegt darin, zu wissen, was man teilt, mit wem und wann. Diese Urteilsfähigkeit hilft, Vertrauen aufzubauen und ein professionelles Umfeld aufrechtzuerhalten, während man authentisch bleibt.