Führungskräfte sollen KI-Angst gegen Vertrauensbildung tauschen
Die Angst von Führungskräften vor künstlicher Intelligenz (KI) lenkt von wesentlichen Führungsqualitäten wie Vertrauensbildung ab, so Egon Zehnder. Strategisches Vertrauen wird von Gremien als wertvoller erachtet als reine KI-Kenntnisse.

Die weit verbreitete Angst von Führungskräften im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI), oft als FOMO (fear of missing out) bezeichnet, lenkt von entscheidenderen Führungsqualitäten wie dem Aufbau von Vertrauen ab. Diese Beobachtung stammt aus umfangreichen Gesprächen mit Führungskräften durch die Beratungsfirma Egon Zehnder.
Laut dem Leiter der FinTech-Praxis von Egon Zehnder bevorzugen Vorstände zunehmend Führungskräfte, die strategisches Vertrauen über die Zeit hinweg bewusst aufgebaut haben, anstatt diejenigen, die lediglich fließend über KI sprechen. Während KI-Fließfähigkeit innerhalb von Monaten erworben werden kann und zur Ware wird, wird echtes Vertrauen über Jahre hinweg durch beständige, kleine Interaktionen aufgebaut.
"Vorstände sagen nie: 'Der Grund, warum wir sie gegenüber anderen Kandidaten ausgewählt haben, ist, dass sie KI besser verstanden hat'", stellt der Vertreter von Egon Zehnder fest. Stattdessen beobachten sie Ergebnisse wie: "Leute bringen ihm seine wirklichen Probleme" oder "Ihr Team würde durch Wände für sie gehen."
Führungskräfte, die echtes Vertrauen kultivieren, schaffen ein Umfeld, in dem die Wahrheit ungehindert zirkuliert. Zu ihren Praktiken gehören echte Neugier auf Einzelpersonen jenseits des transaktionalen Werts, proaktive Auseinandersetzung mit unangenehmen Wahrheiten und offen zugegebenen Wissenslücken. Diese Qualitäten sind entscheidend für rechtzeitige Problemerkennung und effektive Entscheidungsfindung.