Linksfraktion fordert Auftrittsverbot für rechten Comedian Nikolai Binner
Die Linksfraktion im Frankfurter Römer fordert die Absage eines geplanten Auftritts des als rechts eingestuften Comedians Nikolai Binner in städtischen Hallen. Als Begründung werden Binner vorgeworfene rechte und antisemitische Inhalte genannt.

Die Fraktion Die Linke im Frankfurter Stadtparlament (Römer) hat gefordert, den geplanten Auftritt des als rechtsradikal eingestuften Comedians Nikolai Binner in der städtischen Saalbau Volkshaus Enkheim abzusagen. Die Fraktion argumentiert, dass städtische Veranstaltungsorte nicht für solche Auftritte zur Verfügung gestellt werden sollten.
Die Linksfraktion bezeichnet Binner als "extrem rechts" und verweist auf frühere Bühnenauftritte sowie Inhalte in sozialen Medien, die sie als "antisemitisch, rassistisch und sexistisch sowie menschenverachtend" einstuft. Des Weiteren kritisiert die Fraktion Merchandise-Artikel des Comedians, die rechte Slogans wie "Remigration" aufgreifen würden.
In Banners Online-Shop finden sich Produkte mit rechten Parolen und Symbolen. Ein T-Shirt trägt den Aufdruck "Not so far right, just right so far" (Nicht so weit rechts, nur genau richtig weit rechts), ein anderes zeigt Stiefel mit der Aufschrift "Staatsfeind Nr. 2".
Binner war bereits in Videos zu sehen, die kontrovers aufgenommen wurden. So wurde ein Interview mit einem Wehrmachtssoldaten als Verharmlosung von Kriegsverbrechen interpretiert. In einem anderen Video thematisiert er die Verurteilung des AfD-Politikers Björn Höcke wegen der Nutzung des SA-Schlagworts "Alles für Deutschland". Banners Auftritte werden als Versuch beschrieben, linke und liberale Zuschauer zu provozieren, häufig zu Themen wie Migration.
Die Linksfraktion ist der Ansicht, dass Auftritte von "rechten Künstlern" wie Binner die Bemühungen rechter Gruppierungen zur Normalisierung ihrer Aktivitäten und zur schleichenden gesellschaftlichen Akzeptanz unterstützen.