Legos Kunststoffproduktion und Qualitätskontrolle wachsen in den 1950ern
Die LEGO Group erweiterte ihre Formenproduktion und führte neue Materialien und Technologien in den 1950er Jahren ein, um die Produktqualität zu verbessern.

Die LEGO Group hat ihre Produktionskapazitäten und Qualitätsstandards in den 1950er Jahren maßgeblich erweitert, um der wachsenden globalen Nachfrage gerecht zu werden und ihren Gründungsprinzipien treu zu bleiben.
Im Jahr 1953 nahm die LEGO Group die eigene Herstellung von Spritzgussformen in Billund, Dänemark, auf. Mit rasant steigenden Verkaufszahlen stieß die Produktionsstätte in Billund jedoch an Kapazitätsgrenzen. Um diesem Engpass entgegenzuwirken, eröffnete das Unternehmen 1959 LEGO Form in Vejle. Diese ergänzte die bestehende Formenproduktion sowie eine bereits im Vorjahr eingerichtete Werkzeugabteilung im deutschen Hohenwestedt.
Zur Stärkung des technischen Know-hows stellte LEGO Anfang der 1960er Jahre Spezialisten in Schlüsselbereichen ein. Die Anstellung des Schweizer Kunststoffexperten Hans Schiess im Jahr 1961 war entscheidend für die Verbesserung von Rohmaterialien, Werkzeugkonstruktionen, Spritzgießmaschinen und dem Formgebungsprozess selbst.
Ein entscheidender Wandel erfolgte 1963, als LEGO von Zelluloseacetat auf den haltbareren und farbstabileren ABS-Kunststoff (Acrylnitril-Butadien-Styrol) umstieg. Dieses Material ermöglichte eine höhere Präzision beim Spritzgießen, mit Toleranzen von bis zu 1/200 mm. Im selben Jahr wurde eine dedizierte Qualitätskontrollabteilung mit 13 Mitarbeitern eingerichtet, um sicherzustellen, dass gesteigerte Effizienz nicht auf Kosten der Produktintegrität ging.
Diese strategischen Investitionen in Materialien, Technologie und Fachwissen festigten die Qualität und Konsistenz der LEGO Produkte und untermauerten den langjährigen Slogan des Unternehmens: 'Nur das Beste ist gut genug.'