LEGO Group begann mit Holzspielzeug am Vorabend des Zweiten Weltkriegs
Tischler Ole Kirk Kristiansen gründete die LEGO Group 1932 in einer schwierigen Wirtschaftskrise. Das Unternehmen begann mit der Herstellung von Holzspielzeug.

Die Ursprünge der LEGO Group reichen bis ins Jahr 1932 zurück, als Tischler Ole Kirk Kristiansen das Unternehmen in einer Zeit der globalen Wirtschaftskrise gründete. Angesichts rückläufiger Verkäufe seiner Tischlerprodukte konzentrierte sich Kristiansen auf die Herstellung leichter verkäuflicher Artikel, beginnend mit Holzspielzeug wie Autos, Flugzeugen und Jo-Jos.
In den Anfangsjahren fertigte das Unternehmen auch Alltagsgegenstände wie Leitern und Bügelbretter an. Kristiansen sicherte die Zukunft des Unternehmens durch die Aufnahme eines Kredits über 3.000 DKK, der bis 1939 vollständig zuzüglich Zinsen zurückgezahlt wurde. 1936 gab sich das Unternehmen den Namen LEGO, abgeleitet vom dänischen Ausdruck „LEG GODT“, was „Gut spielen“ bedeutet und ein Bekenntnis zu Qualität und freudvollem Spiel symbolisiert.
Qualität war ein Eckpfeiler von Kristiansens Philosophie. Er bestand auf der Verwendung hochwertiger Materialien wie Bugholz und auf sorgfältigen Verfahren, einschließlich mehrerer Lackschichten für sein Holzspielzeug. Sein Sohn, Godtfred Kirk Christiansen, lernte die Bedeutung dieser Standards aus erster Hand, als sein Vater ihn anwies, eine Charge Enten zurückzuholen, die nur zwei statt der erforderlichen drei Lackschichten erhalten hatten. Das Motto des Unternehmens lautete: „Nur das Beste ist gut genug“.
Kristiansen setzte auch auf technologische Fortschritte zur Verbesserung der Produktion. 1937 investierte er rund 4.000 DKK in eine hochmoderne Fräsmaschine, was damals eine bedeutende Ausgabe darstellte. Er war überzeugt, dass diese Investition die Qualität des Holzspielzeugs verbessern und die Fertigung rationalisieren würde.
Trotz des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs verdoppelten sich die Umsätze des Unternehmens in den ersten beiden Kriegsjahren. Einfuhrbeschränkungen aufgrund des Krieges begünstigten die heimische Produktion, einschließlich des Holzspielzeugs von LEGO. Obwohl ein verheerender Brand im Jahr 1942 einen Großteil der Fabrik zerstörte, baute Kristiansen sein Unternehmen schnell wieder auf.