Votum in Lemon Grove: Verkauf von Vögeln im Einzelhandel untersagt
Die Einwohner von Lemon Grove, Kalifornien, haben für ein Verbot des Verkaufs von Vögeln in Tierhandlungen gestimmt. Vögel dürfen künftig nur noch über Tierschutzorganisationen vermittelt werden.

Am 4. November stimmten die Bürger von Lemon Grove, Kalifornien, für die Initiative „Measure E“, welche den kommerziellen Verkauf von Vögeln in Zoofachgeschäften untersagt. Zukünftig dürfen Tierhandlungen Vögel nur noch dann anbieten, wenn diese aus Tierheimen oder gemeinnützigen Rettungsorganisationen stammen. Das Verbot tritt mit einer Frist von sechs Monaten in Kraft.
Die Kampagne wurde von der Organisation „Strategic Action for Animals“ initiiert und von „World Animal Protection“ unterstützt. Mit einer Zustimmung von 65 % entschieden sich die Wähler für ein Ende des Vertriebs von Tieren aus kommerziellen Zuchtanlagen, in denen laut Kritikern oft tierschutzwidrige Bedingungen herrschen.
Liz Cabrera Holtz von World Animal Protection begrüßte das Ergebnis als klares Signal der Bevölkerung gegen Tierquälerei. Die Organisation hatte zuvor mehrfach Berichte über mangelhafte Haltungsbedingungen in US-amerikanischen Zuchtfarmen veröffentlicht, in denen Vögel unter engen und unhygienischen Verhältnissen gezüchtet wurden.
Mit diesem Beschluss schließt sich Lemon Grove Städten wie Washington D.C. und West Hollywood an, die den Verkauf von Tieren im Einzelhandel bereits eingeschränkt haben. Die Maßnahme zielt darauf ab, den Fokus auf die Adoption statt auf den kommerziellen Handel zu verschieben.