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Technologie

Lenskarts KI-Selbstaugentests werfen Datenschutzfragen auf

Der Brillenhersteller Lenskart hat Pilotprojekte für KI-gestützte Selbstaugentests in ausgewählten Filialen gestartet. Die Einführung dieser Technologie, die umfangreiche Augenuntersuchungsdaten nutzt, wirft Fragen zum Schutz der Privatsphäre und zur Datensicherheit auf.

17. August 2026
Lenskarts KI-Selbstaugentests werfen Datenschutzfragen auf
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Brillen-Startup Lenskart hat in ausgewählten Filialen ein Pilotprojekt für KI-gestützte Selbstaugentests gestartet. Die Einführung dieser Funktion, die vom Gründer und CEO Peyush Bansal während der Quartalsergebnisvorlage des Unternehmens bekannt gegeben wurde, hat Diskussionen über Datenschutz und Datensicherheit ausgelöst.

Lenskart gibt an, dass die KI-Tests auf einem der größten aufgezeichneten Datensätze von Augenuntersuchungen in Indien basieren. Das Unternehmen bietet bereits Fernaugentests an, die auf Hunderte von Filialen ausgeweitet wurden und in über 1.200 Postleitzahlengebieten verfügbar sind. Lenskart nutzt Tango Eye, ein im Jahr 2023 erworbenes Unternehmen für KI-Computer Vision, zur Überwachung dieser Fernuntersuchungen per Videoüberwachung.

Neben den Augenuntersuchungen sammelt Lenskart auch Gesichtsdaten von Millionen von Nutzern und speist diese Informationen in KI-Modelle für das Linsendesign ein. Diese Praxis wirft Fragen bezüglich der Zustimmung der Nutzer zur Verwendung biometrischer Daten für das Training von KI-Systemen auf, insbesondere im Rahmen des indischen Digital Personal Data Protection Act (DPDPA).

Das DPDPA schreibt vor, dass die Datenverarbeitung strikt dem Zweck entsprechen muss, für den die Zustimmung erteilt wurde. Während die Datenschutzrichtlinie von Lenskart besagt, dass Gesichtsdaten fünf Jahre lang gespeichert werden, weisen Kritiker darauf hin, dass biometrische Daten im Gegensatz zu Passwörtern oder Kreditkartendaten nicht einfach widerrufen werden können, falls sie kompromittiert werden, was das Risiko von Identitätsdiebstahl und Betrug erhöht.

Lenskart hat auch mit dem Versand seiner KI-gestützten Smart Glasses an Kunden begonnen. Diese Geräte können Audio und Video aufzeichnen und verfügen über eine LED-Anzeige, die die Aufnahme signalisiert. Diese Einführung erfolgt inmitten der Überprüfung ähnlicher Smart Glasses des Konkurrenten Meta, die wegen angeblicher Datenschutzverletzungen und heimlicher Aufnahmen kritisiert wurden. Die Datenschutzbedenken, die mit Metas Brillen verbunden sind, gelten auch für Lenskarts Produkte.

Originalquelle: medianama.com