Lenzing bestellt neue ANDRITZ-Technologie für Entrindung und Zerkleinerung
Lenzing AG hat eine neue Entrindungs- und Hackschnitzellinie von ANDRITZ für sein Werk in Österreich bestellt. Die Technologie soll die Holzverwertung verbessern und wird Ende 2027 in Betrieb gehen.

Lenzing AG hat ANDRITZ mit der Lieferung einer kompletten Entrindungs- und Hackschnitzellinie für sein Zellstoffwerk in Österreich beauftragt. Die neue Anlage soll im vierten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden und wird eine Kapazität von 400 Kubikmetern Holz pro Stunde verarbeiten.
Das System umfasst einen horizontal beschickten HHQ-Chipper mit ANDRITZs TurnKnife-System und einem Frequenzumrichter zur Geschwindigkeitsoptimierung. Ziel ist es, die Effizienz der Holzrohstoffsorgung zu steigern, Verluste zu reduzieren und eine gleichbleibend hohe Hackschnitzelqualität für die Produktion von Cellulosefasern zu gewährleisten. Eine hydrostatisch gelagerte Entrindungstrommel und ein effizientes Holzwaschsystem sind ebenfalls Teil der Lieferung.
ANDRITZ liefert zudem ein komplettes Paket für Automatisierung, Elektrifizierung und Instrumentierung. Diese Investition setzt die langjährige Beziehung zwischen Lenzing und ANDRITZ fort, die bereits 2003 eine ähnliche Anlage lieferte.
Die Bestellung markiert auch einen Meilenstein für ANDRITZ, da sie den 200. HHQ-Chipper des Unternehmens beinhaltet. Über den Auftragswert wurde Stillschweigen vereinbart; er floss in die Auftragsbestände von ANDRITZ für das erste Quartal 2026 ein.