Studie: LGBTQ+-Jugendliche nutzen zunehmend KI für psychische Unterstützung
Eine Untersuchung von The Trevor Project zeigt, dass 40 Prozent der LGBTQ+-Jugendlichen KI für mentale Hilfe nutzen, was den Ruf nach strengeren Sicherheitsstandards laut werden lässt.

Eine bevorstehende Studie von The Trevor Project belegt, dass KI-Plattformen bei LGBTQ+-Jugendlichen fest in den Alltag integriert sind. 53 Prozent der Befragten nutzen KI-Dienste, wobei 40 Prozent diese gezielt zur psychischen Unterstützung einsetzen. Knapp ein Drittel dieser Nutzer konnte über KI-Empfehlungen den Kontakt zu Krisenberatungsstellen herstellen.
Die Daten zeigen deutliche demografische Unterschiede, da nicht-weiße Jugendliche KI-gestützte Unterstützung deutlich häufiger in Anspruch nehmen als weiße Altersgenossen. Jaymes Black, CEO von The Trevor Project, betont, dass trotz der ethischen Bedenken gegenüber KI-Technologien sofortiges Handeln erforderlich sei, um die Sicherheit dieser hochriskanten Zielgruppe zu gewährleisten.
Black warnt ausdrücklich vor einer Optimierung von Chatbots auf bloße Verweildauer, da dies in Krisensituationen lebensgefährlich sein könne. Stattdessen müssten KI-Systeme als nahtlose Brücke zu echter, menschlicher Hilfe fungieren. Die Organisation fordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen KI-Entwicklern und Experten für psychische Gesundheit, um algorithmische Vorurteile abzubauen und sicherzustellen, dass die technologischen Angebote evidenzbasierten Standards folgen.