Lebenserwartung bei Mukoviszidose gestiegen
Die häufigste Erbkrankheit bei Kaukasiern hat durch moderne Medikamente eine deutlich gestiegene Lebenserwartung. Früher lag diese oft unter einem Jahr.

Mukoviszidose (Cystische Fibrose), einst primär als Kinderkrankheit betrachtet, verzeichnet dank moderner Arzneimittel eine gestiegene Lebenserwartung von durchschnittlich 53 Jahren. In den 1940er-Jahren lag diese für betroffene Kinder unter einem Jahr.
Die Krankheit führt zur Bildung von zähem Schleim in den Lungen, was die Atemfunktion beeinträchtigt. Therapiestandards umfassen Physiotherapie und feuchte Inhalationen zur Schleimlösung sowie die Gabe von Bauchspeicheldrüsenenzymen. Häufige Infektionen erfordern den Einsatz von Antibiotika.
Seit 2012 ermöglichen sogenannte CFTR-Modulatoren eine kausale Therapie. Experten betonen jedoch, dass einmal zerstörtes Lungengewebe nicht wiederhergestellt werden kann, was die Dringlichkeit einer frühzeitigen Behandlung unterstreicht.
Weltweit sind etwa 160.000 Menschen betroffen, wovon jedoch nur geschätzt 10 Prozent adäquat behandelt werden. In Deutschland leben rund 8.000 Menschen mit Mukoviszidose.