Lebensstilprogramm verbessert kognitive Gesundheit in Lateinamerika
Die LatAm-FINGERS-Studie zeigte, dass kulturell angepasste Lebensstilinterventionen das Gedächtnis und die kognitiven Funktionen bei älteren Erwachsenen mit Demenzrisiko in Lateinamerika verbesserten.

Eine neue Studie, die LatAm-FINGERS, auf der internationalen Konferenz der Alzheimer's Association in London vorgestellt, hat ergeben, dass Lebensstilinterventionen die kognitiven Funktionen bei älteren Erwachsenen in Lateinamerika verbessern können. Die in elf Ländern durchgeführte Studie bestätigt frühere Ergebnisse der US-amerikanischen POINTER-Studie.
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Teilnehmer, die eine strukturierte Anleitung und Unterstützung in Bereichen wie körperliche Aktivität, gesunde Ernährung, kognitives Training und soziale Teilhabe erhielten, die größten Verbesserungen bei Gedächtnis und Denkvermögen erlebten. Diese Interventionen wurden an lokale Kulturen, Essgewohnheiten und verfügbare Ressourcen angepasst, einschließlich kulturell vertrauter Aktivitäten wie Salsa und Tango sowie der Anpassung von Ernährungsratschlägen an regionale Traditionen.
Dr. Lucia Crivelli, Hauptautorin der Studie vom Fleni-Institut in Argentinien, betonte, dass die Interventionsprogramme lokal angepasst und nicht nur übersetzt wurden. Dies stelle sicher, dass die Programme praktisch, erschwinglich und als Strategien der öffentlichen Gesundheit umsetzbar seien.
Laura D. Baker von der Wake Forest University School of Medicine wies auf die Vielfalt der LatAm-FINGERS-Studie in Bezug auf ethnische Zugehörigkeit, Bildungsniveau und sozioökonomischen Status hin. Sie erklärte, die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Gehirngesundheit in verschiedenen Bevölkerungsgruppen verbessert werden kann, was weitere Belege für die globale Anpassungsfähigkeit des US-amerikanischen POINTER-Modells liefere.