LinkedIns "KI-Schrott"-Meldefunktion erreicht über eine Million Klicks
LinkedIns neue Meldefunktion für als "KI-Schrott" eingestufte Inhalte hat über eine Million Klicks erreicht und signalisiert das Nutzerinteresse an Bemühungen zur Eindämmung minderwertiger, KI-generierter Inhalte.

Die Meldefunktion von LinkedIn, die es Nutzern ermöglicht, Beiträge und Kommentare zu markieren, die "wie KI-Schrott wirken", hat laut Chief Product Officer Hari Srinivasan über eine Million Klicks überschritten. Diese Funktion soll LinkedIn helfen, qualitativ minderwertige, potenziell KI-generierte Inhalte zu identifizieren und zu reduzieren, wirft aber auch Fragen auf, wie die Plattform zwischen KI-generierten und KI-gestützten Texten unterscheidet.
Srinivasan erklärte, dass das Ziel darin besteht, das Nutzererlebnis durch die Reduzierung von "wenig aufwendigen, wahrscheinlich KI-generierten Inhalten" zu verbessern, die zwar poliert erscheinen mögen, aber keine einzigartige Perspektive oder Substanz bieten. LinkedIn legt den Fokus auf den Wert von Inhalten, nicht ausschließlich auf ihre Erstellungsmethode. Nutzer können nun Beiträge und Kommentare melden, die als unauthentisch oder stark KI-gestützt empfunden werden.
Die Plattform testet auch private Benachrichtigungen im Analyse-Dashboard eines Autors, wenn Inhalte als "unauthentisch oder stark KI-nutzend" markiert werden. LinkedIn stellt klar, dass "kein einzelnes Feedback bestimmt, wie Inhalte verteilt werden". Das Unternehmen hat weder die Schwelle für "ausreichendes Community-Feedback" noch spezifische Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch detailliert dargelegt.
Laut der Hilfeseite von LinkedIn ist die Option "Wirkt wie KI-Schrott" für Beiträge und Kommentare im Feed verfügbar. Die Plattform definiert "KI-Schrott" als generische, repetitive, wiederverwertete Inhalte, die primär darauf abzielen, Aufmerksamkeit zu erregen, anstatt zu einer sinnvollen Konversation beizutragen. KI-gestützte Inhalte gelten als akzeptabel, wenn sie die Perspektive, Erfahrung oder Expertise einer Person widerspiegeln.
Eine Analyse des KI-Detektionsunternehmens Pangram vom Juli 2026 ergab, dass LinkedIn den höchsten Anteil an KI-generierten Inhalten unter den untersuchten sozialen Plattformen aufwies, wobei über 40 % der langen LinkedIn-Beiträge als vollständig KI-generiert identifiziert wurden.