Linux-Kernel erhöht Standardanzahl von RISC-V CPU-Kernen
Die kommende Linux 7.2-rc2 Kernel-Version führt eine wichtige Anpassung für die RISC-V-Architektur ein, die die standardmäßig unterstützte CPU-Kernanzahl von 64 auf 256 erhöht.

Peking, China – Der Linux-Kernel hat eine bedeutende Verbesserung für die RISC-V-Architektur erfahren. Die kommende Version 7.2-rc2 erhöht die standardmäßig unterstützte Anzahl von CPU-Kernen von 64 auf 256.
Diese Änderung, die als Teil von RISC-V-Patches integriert wurde, trägt dem wachsenden Bedarf an RISC-V-Serverhardware Rechnung. Unternehmen wie SpacemiT haben 80-Kern RVA23-Standardserver entwickelt, und frühere Dual-Socket-Server auf Basis von Sophgos SG2042-Chip verfügen über 128 Kerne, was eine Anhebung über das ursprüngliche Standardlimit von 64 Kernen hinaus erforderlich machte.
Der Kernel-Konfigurationsparameter 'NR_CPUS' beeinflusst statische Speicherzuweisungen im Kernel. Der neue Schwellenwert von 256 wurde als Zweierpotenz gewählt, die mindestens doppelt so hoch ist wie die bekannte maximale Kernanzahl, um den Speicherverbrauch mit zukünftigen Anforderungen in Einklang zu bringen. Andere Distributionen wie Ubuntu verwenden bereits höhere NR_CPUS-Werte für RISC-V, und interne Tests zeigten keine nennenswerten Leistungseinbußen.
Obwohl der neue Standard im Vergleich zu Architekturen wie x86_64 (bis zu 8192 Kerne) und ARM64 (512 Kerne) konservativ bleibt, signalisiert er die Vorbereitung von Linux auf die Expansion von RISC-V in den Markt für Server mit hoher Kernanzahl. Die Änderung wurde vom Kernel-Maintainer Linus Torvalds akzeptiert, was auf eine risikoarme Integration hindeutet.