Linux-Kernel SAR-Treiber nach Intels Rückzug als verwaist markiert
Ein Intel-Entwickler hat den SAR-Treiber (Specific Absorption Rate) des Linux-Kernels als verwaist eingestuft, da sein einziger Betreuer das Unternehmen verlassen hat. Dies beeinträchtigt die dynamische Regelung der HF-Strahlenexposition.

Der Treiber für die spezifische Absorptionsrate (SAR) im Linux-Kernel wurde als verwaist markiert, was das Ende der aktiven Entwicklung durch Intel bedeutet. Entwickler Dave Hansen hat Patches eingereicht, die den BIOS SAR INT1092-Treiber als aufgegeben kennzeichnen, da sein einziger zuständiger Betreuer das Unternehmen verlassen hat und kein interner Nachfolger gefunden wurde.
SAR misst die Rate, mit der der menschliche Körper hochfrequente Strahlung absorbiert. Dieser spezielle Treiber unterstützt M.2 WWAN-Mobilfunkmodems mit der Hardware-ID INTC1092. Er nutzt vom BIOS bereitgestellte SAR-Daten und ACPI-Sensoren, um die Sendeleistung dynamisch anzupassen und die Exposition der Benutzer innerhalb sicherer Grenzen zu halten.
Der Treiber, der 2021 mit der Version 5.15 in den Linux-Kernel integriert wurde, bleibt im Code erhalten und kann von Benutzern der entsprechenden Hardware weiterhin verwendet werden. Intel wird jedoch keine Updates, Fehlerbehebungen oder Kompatibilitätsunterstützung mehr anbieten. Der frühere Ausstieg des Unternehmens aus dem Geschäft mit Mobilfunkmodems wird als wichtiger Grund für die Einstellung der Wartung genannt.
Für Linux-Benutzer mit Laptops, die mit Intel M.2 WWAN-Modulen ausgestattet sind, könnte der verwaiste Treiber zu Kompatibilitätsproblemen bei zukünftigen Kernel-Upgrades führen. Der Wegfall der aktiven Wartung bedeutet, dass die dynamische Regelung der HF-Strahlung möglicherweise beeinträchtigt wird, was zu einer erhöhten, unkontrollierten Strahlenbelastung führen könnte.