Linux Sudo: Kritische Lücke ermöglicht Root-Zugriff ohne Passwort
Eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2025-32463) in der Linux-Software Sudo erlaubt Angreifern, Root-Rechte ohne Passwort zu erlangen. Betroffen sind die Sudo-Versionen von 1.9.14 bis 1.9.17.

Im weit verbreiteten Linux-Werkzeug Sudo wurde eine kritische Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2025-32463 entdeckt. Diese im Juni 2025 identifizierte Schwachstelle mit einem CVSS-Score von 9.3 ermöglicht es Angreifern, ohne Passwortabfrage administrative Root-Rechte auf einem System zu erlangen. Die Lücke betrifft sämtliche Sudo-Versionen zwischen 1.9.14 und 1.9.17, die in vielen gängigen Linux-Distributionen enthalten sind.
Die Schwachstelle wird durch eine Fehlfunktion im Zusammenspiel der --chroot-Option von Sudo und einer manipulierten /etc/nsswitch.conf-Datei ausgelöst. Wenn Sudo eine sudoers-Richtlinie prüft, die Namensauflösung erfordert, und dabei in eine präparierte chroot-Umgebung gezwungen wird, kann dies dazu führen, dass eine vom Angreifer kontrollierte Shared Library mit Root-Rechten geladen und ausgeführt wird.
Obwohl die Ausnutzung der Lücke lokalen Zugriff voraussetzt, ist das Risiko erheblich. In Mehrbenutzerumgebungen oder auf gemeinsam genutzten Servern kann ein kompromittiertes Benutzerkonto schnell zu einer vollständigen Übernahme des Systems führen. Da keine Passwortabfrage erforderlich ist, stellt dies eine direkte Methode zur Rechteausweitung dar.
Ein funktionierender Proof-of-Concept-Exploit für CVE-2025-32463 wurde auf GitHub veröffentlicht. Sicherheitsverantwortliche können mit Lösungen wie dem Enginsight SIEM prüfen, ob ihre Systeme von dieser Lücke betroffen sind oder ob bereits Angriffsversuche stattgefunden haben.