Lionel Messis "Abwesenheit" während des Spiels als Geheimnis für Spitzenleistungen
Fußballstar Lionel Messi beobachtet das Spiel oft gehend und stehend. Sportpsychologen erklären dieses "Abschalten" als leistungssteigernde mentale Strategie, die auch andere nutzen können.

Lionel Messi, weithin als einer der größten Fußballer aller Zeiten angesehen, zeigt eine bemerkenswerte Neigung, während der Spiele "abzuschalten". Berichte deuten darauf hin, dass er bis zu 63 Prozent der Spielzeit gehend und weitere 25 Prozent im Stillstand verbringt. Während sein Alter (39 Jahre) eine Rolle spielen mag, haben erfahrene Beobachter festgestellt, dass sich Messi oft zurückzieht, um das Spiel zu beobachten und es sich entwickeln zu lassen.
Sportpsychologen und Experten, wie Dr. Eric Zilmer von der Drexel University, argumentieren, dass dieses Verhalten keine Untätigkeit ist. Vielmehr wird es als eine bewusste Strategie zur Steigerung von Kreativität und Entscheidungsfindung beschrieben. Zilmer weist auf Forschungsergebnisse hin, die zeigen, dass "Messis Augen oft vom Ball abgewandt sind", was auf strategische Beobachtung hindeutet.
Experten erklären, dass dieser Zustand des "Abschaltens" dem Gehirn ermöglicht, Informationen auf einer tieferen Ebene zu verarbeiten. Anstatt sich ständig auf die unmittelbare Ballkontrolle zu konzentrieren, gibt der Spieler seinem Unterbewusstsein Raum, optimale Lösungen zu finden und die Züge der Gegner vorherzusehen.
Dieser Ansatz beschränkt sich nicht nur auf Sportler. Unternehmer und andere Berufstätige unter hohem Leistungsdruck können von ähnlichen Taktiken profitieren. Kurze Pausen, Momente der Distanzierung von der unmittelbaren Aufgabe und das Zulassen von Gedankenwandern können Kreativität fördern und die Problemlösungsfähigkeit unter Druck verbessern.