LIPSIA-STRATEGY-Studie belegt Nichtunterlegenheit von CAAS vFFR gegenüber FFR-Drahtmessung
Eine klinische Studie zeigt, dass die angiographiegestützte vFFR-Revascularisierung vergleichbare Ergebnisse wie die FFR-Messung per Druckdraht liefert.

Die Ergebnisse der LIPSIA-STRATEGY-Studie belegen, dass die auf CAAS vFFR basierende Revascularisierung bei der Behandlung koronarer Stenosen nicht schlechter abschneidet als die klassische FFR-Methode mittels Druckdraht. Die Daten wurden auf dem TCT 2026-Kongress vorgestellt und im Journal of the American College of Cardiology publiziert.
An der Studie nahmen 1.053 Patienten mit intermediären Koronarstenosen teil, die randomisiert einer der beiden Untersuchungsmethoden zugeordnet wurden. Als primärer Endpunkt diente das Auftreten schwerer kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) innerhalb eines Jahres. Studienleiter Professor Holger Thiele betonte, dass die vFFR-Methode eine einfachere Handhabung bei gleichwertigen klinischen Ergebnissen ermögliche und das Potenzial habe, ein neuer Standard in der klinischen Praxis zu werden.
Die Ergebnisse bestätigen laut Pie Medical Imaging die Effektivität ihrer Softwarelösung. Neben der klinischen Sicherheit profitierten Patienten von kürzeren Eingriffszeiten und einer geringeren Strahlenbelastung, was die vFFR-Technologie zu einer patientenschonenderen Alternative für die physiologische Beurteilung von Koronarstenosen macht.