Universitätsstudie identifiziert molekulare Merkmale von Adenomyose
Forscher der Universität Liverpool haben einzigartige molekulare und biologische Merkmale in Adenomyose-Läsionen identifiziert, die den Weg für gezieltere Behandlungen der Erkrankung ebnen könnten.

Forscher der Universität Liverpool haben einzigartige molekulare und biologische Merkmale in Adenomyose-Läsionen identifiziert, die den Weg für gezieltere Behandlungen der Erkrankung ebnen könnten.
Die Studie nutzte räumliche Transkriptomik, um erkranktes und gesundes Gebärmuttergewebe zu vergleichen. Sie ergab, dass Adenomyose-Läsionen ein eigenes molekulares Profil aufweisen, Anzeichen von anhaltender Entzündung und veränderter Energieproduktion zeigen und Merkmale der tieferen Schicht der Gebärmutterschleimhaut teilen, was Einblicke in die Krankheitsentwicklung und -persistenz gibt.
Diese Ergebnisse könnten zur Entwicklung von Therapien führen, die gezielt betroffene Bereiche ansprechen und gesundes Gebärmuttergewebe erhalten. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Notwendigkeit größerer chirurgischer Eingriffe zu reduzieren und die Fruchtbarkeit von Frauen mit Adenomyose zu schützen.
Die Forschung identifizierte auch bestehende und neuartige Medikamente, die einige der beobachteten biologischen Veränderungen umkehren könnten. Weitere Labor- und klinische Studien sind jedoch erforderlich, bevor diese potenziellen Behandlungen für die Patientinnenanwendung evaluiert werden können.
Die in Science Advances veröffentlichte Studie zielt darauf ab, die Behandlung von Adenomyose zu verbessern, einer untererkannten Gebärmuttererkrankung, die häufig mit starken Schmerzen, starken Blutungen und Fruchtbarkeitsproblemen verbunden ist.