LMU München gedenkt Wilhelm Röntgen: 100 Jahre seit dem Tod des Röntgenstrahlen-Entdeckers
Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) erinnert an den 100. Todestag von Professor Wilhelm Röntgen. Röntgen entdeckte die nach ihm benannten Strahlen während seiner Zeit an der LMU und revolutionierte damit Wissenschaft und Medizin.

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gedenkt in diesem Jahr des 100. Todestages des Physikprofessors Wilhelm Conrad Röntgen. Röntgen, der Entdecker der "Röntgenstrahlen", war 20 Jahre lang an der LMU tätig. Seine Entdeckung revolutionierte sowohl die Wissenschaft als auch die Medizin.
Röntgens Wirken an der LMU begann im Jahr 1900 mit der Übernahme des Lehrstuhls für Experimentalphysik. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 1901 den ersten Physik-Nobelpreis für seine Entdeckung erhalten. In München setzte Röntgen seine vielfältige Forschung fort, unter anderem in den Bereichen Thermodynamik, Elektrodynamik und Festkörperphysik. Sein anhaltendes Interesse an den physikalischen Eigenschaften von Kristallen trug dazu bei, dass die Röntgenstrahlen später zu einem entscheidenden Werkzeug in der Kristallographie und bei der Entschlüsselung der DNA-Doppelhelixstruktur wurden.
Röntgens Entdeckung, die oft als zufällig beschrieben wird, ereignete sich während seiner Experimente mit Kathodenstrahlen in evakuierten Glasröhren. Er bemerkte eine neue Art von Strahlung, die feste Materie durchdringen und eine fotografische Platte belichten konnte. Diese Fähigkeit, "das Unsichtbare sichtbar zu machen", faszinierte die Öffentlichkeit und führte zu frühen medizinischen Anwendungen wie der Knochenabbildung. Obwohl der wissenschaftliche Wert der Röntgenstrahlen immens ist, wurden die ernsten Gesundheitsrisiken durch Strahlung nicht sofort erkannt, was schwerwiegende Folgen für Probanden und Wissenschaftler hatte.
Röntgens Werk prägt weiterhin die wissenschaftliche Forschung. Heute werden Röntgenstrahlen umfassend in der medizinischen Bildgebung, Materialprüfung und sogar in der Astronomie mittels Röntgenteleskopen eingesetzt. Die LMU ehrt weiterhin Wilhelm Röntgens bahnbrechende Errungenschaften, deren Einfluss in zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen bis heute spürbar ist.