LMU München: Forschung zu Ungleichheit mit Kreativpreisen ausgezeichnet
Das Munich International Stone Center for Inequality Research (ISI) der LMU München wurde für seine innovative Wissenschaftskommunikation zur sozialen Ungleichheit mehrfach ausgezeichnet.

Das Munich International Stone Center for Inequality Research (ISI) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist für seine herausragende Wissenschaftskommunikation im Bereich sozialer Ungleichheit mehrfach ausgezeichnet worden. Das Zentrum, das sich auf die Erforschung von Vermögensungleichheit und deren gesellschaftlichen Auswirkungen konzentriert, hat seine Arbeit in neu renovierten Räumlichkeiten aufgenommen.
Seit seiner Gründung vor anderthalb Jahren verfolgt das ISI das Ziel, komplexe Forschungsergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Direktor Fabian Pfeffer betont die Bedeutung der Verständlichkeit: „Vermögensungleichheit betrifft Demokratie, soziale Mobilität und wirtschaftliche Stabilität. Wenn Vermögen stark konzentriert ist, konzentriert sich auch Macht.“ Die Erkenntnisse seien auch in Deutschland von großer Relevanz.
Besondere Anerkennung erhielt das Zentrum für seinen „Inaugural Report“, der mit dem FOX Award, dem International Creative Media Award und dem European Publishing Award prämiert wurde. Die Jury lobte den „ungewohnt unterhaltsam-journalistischen Ansatz“ und die visuelle Aufbereitung von Zahlenmaterial, um die komplexe Thematik greifbar zu machen. Eine satirische Monopoly-Version namens „Munipoly“ illustriert dabei spielerisch die ungleichen Start- und Lebenschancen.
Das ISI setzt auf eine klare Sprache und visuelle Gestaltung, um das Bewusstsein für die Auswirkungen von Ungleichheit zu schärfen. Neben der Analyse von Ungleichheitsursachen und -folgen untersucht das Zentrum auch Lösungsansätze, wie etwa die Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus oder die stärkere Beteiligung hoher Vermögen an öffentlichen Aufgaben.