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Gesundheit

LMU München forscht an Schweinen als Organersatz

Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickeln gentechnisch veränderte Schweine als potenzielle Organspender für Menschen. Die Rasse Auckland Island Pig wird wegen ihrer Herzgröße und Kompatibilität mit dem menschlichen Körper untersucht.

11. Juni 2026
LMU München forscht an Schweinen als Organersatz

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) erforscht den Einsatz von Schweinen als Organspender für den Menschen, um den Mangel an Transplantaten zu beheben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Überwindung der Herausforderungen bei der Übertragung von Organen zwischen verschiedenen Arten.

Im Fokus der Forschung steht die Rasse des Auckland Island Pig, deren Herzgröße der eines erwachsenen Menschen ähnelt. Unter der Leitung des Veterinärmediziners und Genforschers Eckhard Wolf zielt das Projekt darauf ab, diese Tiere gentechnisch so zu verändern, dass ihre Organe besser mit dem menschlichen Körper kompatibel sind. Allein in Deutschland warten Tausende auf ein Spenderorgan, während die Zahl der verfügbaren menschlichen Organe begrenzt ist.

Auf dem Moorversuchsgut der LMU bei Oberschleißheim werden rund 500 Schweine gehalten. Etwa ein Drittel dient der Transplantationsforschung, der Rest als Modellorganismen für Erbkrankheiten oder Stoffwechselstörungen wie Diabetes. Auf dem Versuchsgut gelten strenge Hygienestandards, um die Gesundheit der Tiere und die Validität der Forschung zu gewährleisten.

Eine zentrale Hürde bei der Xenotransplantation ist die immunologische Abstoßungsreaktion. Schweinezellen tragen Zuckermoleküle auf ihrer Oberfläche, gegen die Menschen Antikörper bilden. Die Forschung zielt darauf ab, diese Strukturen genetisch so zu modifizieren, dass eine Abstoßung verhindert wird. Fortschrittliche Gen-Editierungstechniken ermöglichen die Veränderung von Embryonen.

Die Arbeit der LMU stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der Xenotransplantation dar, mit dem Ziel, künftig mehr Organe für transplantebedürftige Patienten verfügbar zu machen.

Originalquelle: lmu.de