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Wissenschaft

LMU München: Abschlussarbeiten untersuchen digitale Kunst und KI

Studierende der LMU München präsentieren ihre Bachelor-Projekte unter dem Titel "Out of Sync". Die Ausstellung thematisiert die Ambivalenz der zunehmenden Digitalität und die Rolle von KI in der Kunst.

13. Juni 2026
LMU München: Abschlussarbeiten untersuchen digitale Kunst und KI

München – Vom 18. bis 20. Juni präsentieren Studierende des Bachelor-Studiengangs „Kunst und Multimedia“ der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ihre Abschlussprojekte. Die Ausstellung „Out of Sync“ widmet sich der fortschreitenden Digitalisierung und deren Einfluss auf die Kunst, wobei die Ambivalenz gegenüber digitalen Inhalten und Werkzeugen im Fokus steht.

In einer Zeit, in der KI-generierte Inhalte alltäglich werden, rückt die Ausstellung die Frage nach der Bedeutung von Kunst und Kreativität in den Mittelpunkt. Der Studiengang „Kunst und Multimedia“ an der LMU vereint Kunst, Gestaltung und digitale Medien. Dr. Karin Wimmer, Leiterin des Studiengangs, betont die Bedeutung von Medienkompetenz und der Auseinandersetzung mit Urheberschaft. Studierende lernen, Verantwortung für digital geschaffene Werke zu übernehmen.

Zu den ausgestellten Projekten gehört „Conditional Entry“ von Xara Beitinger, das die Kontrollverluste durch algorithmische Systeme aufzeigt, indem es eine bedingte „Einreise“ basierend auf intransparenten Kriterien simuliert. Marlon Schiedeck thematisiert in seinem Comic „Anxious Encounters“ die innere Realität neurodivergenter Menschen und den Missbrauch ihrer Werke durch KI-Unternehmen.

Xiangran Zengs interaktives Kunstwerk „Common Life“ bietet einen Gegenpol zur digitalen Welt, indem es die bewusste Wahrnehmung kleinerer, realer Details in den Vordergrund stellt und Botschaften über Resilienz und Anpassung vermittelt. Der Studiengang legt Wert auf die Entwicklung eigener Projekte, in denen Studierende stilistische und methodische Freiheit genießen und eng von Dozierenden begleitet werden.

Die präsentierten Arbeiten der LMU-Studierenden laden dazu ein, über die Zukunft der Kunst im Zeitalter der künstlichen Intelligenz und die sich verändernde Rolle des Künstlers nachzudenken.

Originalquelle: lmu.de