Londons Ultra Low Emission Zone verbessert Lungenwachstum bei Kindern
Eine fünfjährige Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Londons Zone für geringe Emissionen (ULEZ) und einer verbesserten Lungenentwicklung bei Kindern. Die Lungen der Kinder zeigten ein Aufholwachstum im Vergleich zu früheren Messungen.

Eine umfassende fünfjährige Studie hat einen Zusammenhang zwischen Londons Zone für geringe Emissionen (ULEZ) und einem verbesserten Lungenwachstum bei Kindern festgestellt. Die in The Lancet Public Health veröffentlichte Forschung begleitete über 3.400 Kinder in London und verglich deren Lungenentwicklung mit der von Kindern in Luton, einer Stadt ohne vergleichbare Emissionsbeschränkungen.
Vor der Einführung der ULEZ war die Luftverschmutzung in London mit einer gehemmten Lungenentwicklung bei Kindern verbunden, was ihr Risiko für Atemwegserkrankungen erhöhte. Nach fünf Jahren ULEZ beobachteten die Forscher jedoch "erstaunliche" Ergebnisse: Die Lungen von Kindern in London haben ein Aufholwachstum gezeigt und erreichten die gleichen Lungenkapazitätsmessungen wie Kinder in Luton. Dies fällt mit einer Reduzierung der Stickoxid (NO2)-Werte in Londons Luft zusammen.
Der leitende Forscher, Professor Chris Griffiths von der Queen Mary University of London, bezeichnete die Ergebnisse als "atemberaubend". Obwohl die Studie als "natürliches Experiment" gilt und keine Kausalität mit absoluter Sicherheit beweisen kann, betonte er die statistische Signifikanz und die Übereinstimmung mit früheren Forschungen zu Verbesserungen der Luftqualität. Auch der Anteil der Kinder in London mit klinisch eingeschränkter Lungenfunktion ging signifikant zurück.
Die Forscher vermuten, dass die verringerte Exposition gegenüber verkehrsbedingten Luftschadstoffen, insbesondere NO2, ein Schlüsselfaktor ist. Die Studie ergab, dass Kinder in London einer schnelleren und stärkeren Reduzierung der NO2-Exposition ausgesetzt waren als Kinder in Luton. Diese Schadstoffreduzierung korreliert mit einer höheren jährlichen Zunahme der Lungenfunktion (gemessen am FEV1) bei Londoner Kindern.
Die Studie unterstreicht die Vorteile von Maßnahmen für saubere Luft wie der ULEZ für die öffentliche Gesundheit, insbesondere für die kindliche Entwicklung. Trotz der Verbesserungen erfüllt Londons Luftqualität immer noch nicht die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), was die anhaltende Herausforderung der Luftverschmutzung weltweit verdeutlicht.