Long John Silver's schließt Restaurants in den USA
Der Fast-Food-Ketten Long John Silver's hat seine US-Standorte deutlich reduziert. Neue Franchise-Dokumente zeigen einen Nettoverlust von 110 Restaurants seit Anfang 2023.

Die Fast-Food-Kette Long John Silver's verkleinert weiterhin ihre Präsenz in den Vereinigten Staaten. Laut dem neuesten Franchise-Offenlegungsdokument (Franchise Disclosure Document) hatte das Unternehmen Ende letzten Jahres 479 Standorte, 23 weniger als im Vorjahr. Seit Anfang 2023 hat die Kette einen Netto-Rückgang von 110 Restaurants verzeichnet, weit entfernt von ihren Höchstständen von fast 900 Standorten im Jahr 2019.
Sechs Franchise-Verträge wurden 2023 nicht erneuert, und weitere 19 Franchise-Nehmer verließen das System aus unbekannten Gründen. Long John Silver's schloss zudem sechs eigene Filialen. Unternehmenssprecherin Laura Ellis erklärte, dass diese Schließungen auf individuelle, standortspezifische Gründe wie ablaufende Mietverträge zurückzuführen seien und keine breitere, unternehmensweite Reduzierungsmaßnahme darstellten.
Schließungen fanden in 18 Bundesstaaten statt. Ohio verzeichnete mit fünf die meisten Schließungen, gefolgt von Arizona und Texas mit jeweils drei. Während die meisten geschlossenen Standorte von Franchisenehmern betrieben wurden, waren auch mehrere firmeneigene Filialen betroffen, darunter Standorte in Kansas, Maryland, Michigan, Pennsylvania und Texas.
Trotz der Schließungen eröffneten Franchisenehmer 2023 fünf neue Restaurants, darunter in Ohio, Oklahoma, Texas und im Heimatstaat der Kette, Kentucky. Das Unternehmen hat seit 2023 auch fast 40 Standorte von Franchisenehmern übernommen.
Long John Silver's meldete 16 aufeinanderfolgende Quartale mit Umsatzwachstum in vergleichbaren Filialen und hat über 115 Restaurants renoviert, mit Plänen für rund 100 weitere Renovierungen in den nächsten zwei Jahren.