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Verbraucher

Lovesac kritisiert für Reaktion auf Witz eines Komikers

Der Möbelhersteller Lovesac sieht sich online mit Kritik konfrontiert, nachdem seine Reaktion auf einen viralen Witz eines Komikers über den Aufbau eines Sofas nach hinten losging. Die Versuche des Unternehmens, einen Social-Media-Moment zu schaffen, stießen auf negative Reaktionen.

2. September 2026
Lovesac kritisiert für Reaktion auf Witz eines Komikers

Der Möbelhersteller Lovesac steht nach einer Reihe von Beiträgen, die auf einen viralen Witz des Komikers Deric Cahill reagieren sollten, in den sozialen Medien in der Kritik. Cahill hatte ein Video veröffentlicht, in dem er den Aufbau seines Lovesac "Sactional"-Sofas humorvoll als "Unternehmensterrorismus" bezeichnete, da er zeitaufwendig sei und 24 Kisten umfasse.

Cahills Video fand Anklang bei vielen Konsumenten, die eigene, schwierige Montageerfahrungen teilten. In dem Versuch, darauf zu reagieren, antwortete Lovesac-CEO Shawn Nelson direkt an Cahill und bot ihm ein Paar Gartenhandschuhe an, wobei er weitere Kooperationen andeutete. Nachfolgende Beiträge des Unternehmens, darunter einer, der sich auf "weibliche Impulse" und "männliche Energie" im Zusammenhang mit dem Montageprozess bezog, wurden jedoch weitgehend als geschmacklos empfunden und verstärkten die Unzufriedenheit der Kunden.

Die Social-Media-Strategie der Marke zog scharfe Kritik nach sich. Nutzer und andere Marken wie Wendy's kommentierten, dass das Unternehmen keine kompetente PR-Reaktion geliefert habe. Experten wiesen darauf hin, dass die Einbindung in virale Inhalte zwar eine gängige Taktik sei, Lovesacs Ausführung jedoch mangelhaft war. Anstatt zu versuchen, den Witz zu korrigieren oder zu erklären, hätte das Unternehmen Selbstreflexion zeigen und anerkennen sollen, dass der Witz nicht wie beabsichtigt angekommen war.

Lovesac, bekannt für seine modularen Sitzmöbel, engagiert sich seit jeher online mit seinen Kunden. Dieser Vorfall verdeutlicht jedoch die Risiken, die mit künstlich erzeugten "kulturellen Momenten" in sozialen Medien verbunden sind. Die Versuche der Marke, sich in die Konversation einzubringen, wurden als unauthentisch wahrgenommen, im Gegensatz zu Cahills nachvollziehbarer und humorvoller Originalveröffentlichung.

Das Unternehmen veröffentlichte schließlich eine offizielle Stellungnahme, in der CEO Nelson anerkannte, dass der Aufbauprozess "kein Scherz" sei und die vorherigen Videos scherzhaft gemeint waren. Auch diese Reaktion konnte das verärgerte Publikum nicht vollständig besänftigen und unterstreicht die Herausforderung, sich von einem PR-Fehltritt zu erholen.

Originalquelle: fastcompany.com