Niedersachsen: Erneuter Streik im Nahverkehr
Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck in Tarifverhandlungen für den Nahverkehr. Der Streik betrifft mehrere Städte in Niedersachsen.
Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu Streiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Niedersachsen aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen begannen am Donnerstag, den 21. Mai, und dauern bis einschließlich Freitag, den 22. Mai. Betroffen sind insbesondere die Städte Braunschweig, Wolfsburg, Hildesheim, Delmenhorst und Lüchow, wo mit erheblichen Einschränkungen im Linienverkehr zu rechnen ist.
Der Streik ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen, die in Niedersachsen noch nicht zu einer Einigung geführt haben. Während in vielen anderen Bundesländern bereits Tarifabschlüsse erzielt wurden, will Verdi vor der nächsten Verhandlungsrunde am 1. Juni den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft vertritt bundesweit knapp 100.000 Beschäftigte im Nahverkehr.
Von den aktuellen Streiks sind Züge der Deutschen Bahn nicht betroffen, da die Gewerkschaft GDL eine Einigung mit der Bahn erzielt hat. Fahrgäste, die von den Ausfällen im Nahverkehr betroffen sind, sollten zusätzliche Reisezeit einplanen. Als Alternativen zum ÖPNV werden unter anderem Fahrräder, E-Scooter oder Mietwagen genannt.
Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi zielen auf bessere Arbeitsbedingungen ab. Dazu gehören unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten zwischen Schichten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Es wird erwartet, dass ein Ausweichen auf private Pkws zu zusätzlichen Staus im Berufsverkehr führen kann.