Lululemon-Aktie stürzt nach schwachen China-Verkäufen ab
Die Aktie von Lululemon Athletica fiel am Freitag im vorbörslichen Handel um über 20 %, nachdem die Umsätze in China die Erwartungen nicht erfüllten und das Unternehmen eine Gewinnwarnung herausgab.

Die Aktien von Lululemon Athletica sind am Freitag im vorbörslichen Handel um mehr als 20 % gefallen. Dieser Rückgang folgte auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen des kanadischen Bekleidungsunternehmens, die eine geringere als erwartete Umsatzentwicklung aufwiesen, insbesondere auf dem chinesischen Markt.
Der Umsatz des Unternehmens sank im Jahresvergleich um 4 % auf 2,4 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die eigenen Prognosen eines Rückgangs von 2 % bis 3 %. Während die Umsätze in China um 4 % stiegen, war dies eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Wachstum von 30 % im Vorquartal. Auch der Umsatz in den USA ging um 8 % zurück.
Analysten vermuten, dass ein PR-Fehler im Mai zu der schwächeren Entwicklung beigetragen haben könnte. Das Unternehmen veranstaltete ein Yoga-Festival in China, bei dem japanische Taiko-Trommeln anstelle von traditionellen chinesischen Trommeln eingesetzt wurden, was zu erheblicher Kritik in den sozialen Medien und einer öffentlichen Entschuldigung von Lululemon führte.
Infolge der schwächeren Verkäufe hat Lululemon seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von 10,35 bis 10,50 Milliarden US-Dollar gesenkt. Die Aktie des Unternehmens ist in diesem Jahr bereits um mehr als 42 % gefallen und handelt nahe seinem 52-Wochen-Tief.
Ein neuer Führungswechsel steht bevor: Heidi O'Neill, die 26 Jahre bei Nike tätig war, wird am 8. September die Nachfolge als CEO antreten und eine neue Ära für das Unternehmen einleiten.