LVMH schließt Bulgari-Übernahme ab, Aktien werden delistet
LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton S.A. hat über 98 % der Bulgari S.p.A.-Aktien durch ein öffentliches Übernahmeangebot und anschließendes "Squeeze-out" erworben. Die Bulgari-Aktien werden von der Börse genommen.

LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton S.A. hat sein öffentliches Übernahmeangebot für Bulgari S.p.A. erfolgreich abgeschlossen und kontrolliert nun über 98 % des Aktienkapitals der italienischen Luxusmarke. Die Angebotsfrist endete am 23. September 2011, wobei 92,09 % der angebotenen Aktien von LVMH angenommen wurden. Zusätzlich erwarb LVMH während der Angebotsfrist weitere 0,77 % der Bulgari-Aktien am freien Markt.
Durch diese Transaktionen hält LVMH nun insgesamt 98,09 % des Bulgari-Aktienkapitals. Da LVMH mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Schwelle von 95 % kontrolliert, hat das Unternehmen sein Recht ausgeübt, die restlichen, nicht angedienten Aktien im Rahmen eines "Squeeze-out"-Verfahrens zu erwerben. Dieses Verfahren betrifft die verbleibenden 1,91 % der Bulgari-Aktien.
LVMH gab am 4. Oktober 2011 bekannt, dass die Gesamtsumme von 81,7 Millionen Euro für diese restlichen Aktien hinterlegt wurde, zu einem Preis von 12,25 Euro pro Bulgari-Aktie. Der Eigentumsübergang dieser Aktien an LVMH wurde mit diesem Datum wirksam.
Im Einklang mit der Entscheidung der Borsa Italiana vom 27. September 2011 sind die Aktien von Bulgari S.p.A. vom Mercato Telematico Azionario delistet worden. Nach einer vorübergehenden Handelspause sind die Aktien nun offiziell nicht mehr börsennotiert, was LVMH die vollständige Kontrolle über die Marke Bulgari sichert.