Lynparza erhält Zulassung für Eierstockkrebs-Behandlung in den USA
Lynparza in Kombination mit Bevacizumab wurde in den USA zur Erstlinien-Erhaltungstherapie für fortgeschrittenen Eierstockkrebs mit HRD-positivem Status zugelassen.

AstraZeneca und MSD geben bekannt, dass Lynparza (Olaparib) in Kombination mit Bevacizumab eine Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA erhalten hat. Die Zulassung betrifft die Erstlinien-Erhaltungstherapie für erwachsene Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstock-, Eileiter- oder primärem Bauchfellkrebs. Voraussetzung ist, dass die Patientinnen auf eine platinbasierte Erstlinien-Chemotherapie angesprochen haben und ihr Tumor einen HRD-positiven Status (Homologous Recombination Deficiency) aufweist.
Die Entscheidung der FDA basiert auf einer Analyse der Phase-III-Studie PAOLA-1. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kombination von Lynparza und Bevacizumab das Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung oder Tod bei Patientinnen mit HRD-positivem fortgeschrittenem Eierstockkrebs um 67 Prozent reduzierte. Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) verbesserte sich auf 37,2 Monate im Vergleich zu 17,7 Monaten unter alleiniger Behandlung mit Bevacizumab. Ungefähr die Hälfte aller Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs hat einen HRD-positiven Tumor.
Diese Zulassung stellt eine wichtige neue Behandlungsoption für Patientinnen mit HRD-positivem fortgeschrittenem Eierstockkrebs dar und zielt darauf ab, ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verzögern. HRD-Tests gelten nun als wesentlicher Bestandteil zur Identifizierung von Patientinnen, die von dieser Erstlinien-Kombinationstherapie profitieren könnten.
Basierend auf den Ergebnissen der PAOLA-1-Studie laufen derzeit auch in der EU, Japan und anderen Ländern Zulassungsverfahren. Nach der US-Zulassung erhält AstraZeneca von MSD eine Zahlung von 100 Millionen US-Dollar.