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Bauwesen

Maersk testet rotierende Zylinder zur Reduzierung der Treibstoffkosten

Maersk testet große rotierende Zylinder, sogenannte Rotorsegel, zur Verringerung des Treibstoffverbrauchs auf Frachtschiffen. Die Technologie nutzt Windkraft und soll Emissionen senken.

11. September 2026
Maersk testet rotierende Zylinder zur Reduzierung der Treibstoffkosten

Der Schifffahrtsgigant Maersk führt einen groß angelegten Test mit rotierenden Zylindersegeln, bekannt als Rotorsegel, durch, um den Treibstoffverbrauch seiner Frachtschiffe zu reduzieren.

Die Installation erfolgt auf einem Maersk-Frachtschiff, das 8.700 Container transportiert. Die von der britischen Firma Anemoi hergestellten Rotorsegel, die 10 bis 12 Stockwerke hoch sind, nutzen Windkraft, um die Abhängigkeit des Schiffes von fossilen Brennstoffen zu verringern. Diese Technologie kommt zu einer Zeit, in der die Treibstoffkosten in der Schifffahrt erheblich gestiegen sind, teilweise aufgrund geopolitischer Spannungen.

Rotorsegel arbeiten nach aerodynamischen Prinzipien: Während sich der Zylinder dreht, beschleunigt er die Luftströmung auf einer Seite und verlangsamt sie auf der anderen. Dies erzeugt einen Druckunterschied, der das Schiff vorwärts treibt. Ein einzelnes Rotorsegel kann den täglichen Treibstoffverbrauch je nach Windbedingungen um bis zu eine Tonne reduzieren, was einer proportionalen Verringerung der CO2-Emissionen entspricht.

Obwohl Rotorsegel ein Frachtschiff nicht in ein Segelschiff verwandeln, können die Treibstoffeinsparungen erheblich sein und potenziell Hunderte von Tausenden von Dollar pro Schiff und Jahr betragen. Die Amortisationszeit für die Geräte beträgt in der Regel fünf Jahre, kann sich jedoch in Regionen mit strengeren Emissionsvorschriften verkürzen.

Anemoi hat bereits mit anderen Schiffstypen zusammengearbeitet, dies ist jedoch die erste Rotorsegelinstallation des Unternehmens auf einem Containerschiff. Die Leistung des Testschiffs von Maersk wird auf seinen Atlantikrouten nach der Installation, die für Mitte 2027 geplant ist, überwacht werden. Die Technologie könnte auch zukünftige Übergänge zu kohlenstoffärmeren Kraftstoffen unterstützen.

Originalquelle: fastcompany.com