Maharashtra plant Kriminalisierung von Social-Media-Beleidigungen
Ein Ausschuss der Regierung von Maharashtra hat eine Änderung des indischen Strafgesetzbuches (Bharatiya Nyaya Sanhita) empfohlen, um verleumderische Social-Media-Beiträge einzubeziehen.

Ein vom Ausschuss der Regierung von Maharashtra eingesetzter Ausschuss hat empfohlen, das Bharatiya Nyaya Sanhita (BNS), das Strafgesetzbuch Indiens, zu ändern, um verleumderische Inhalte in sozialen Medien zu behandeln. Die im Mai 2026 eingerichtete Arbeitsgruppe hat ihren Vorschlag dem Justizministerium des Bundesstaates vorgelegt.
Der Ausschuss zog eine Änderung des BNS demografischen Gesetzen oder dem IT-Gesetz vor, da diese besser vor rechtlichen Anfechtungen geschützt sei. Das BNS enthält bereits Bestimmungen zur Verleumdung, bezieht sich jedoch nicht explizit auf Online-Inhalte.
Um Bedenken auszuräumen, die 2015 zur Aufhebung von Abschnitt 66A des IT-Gesetzes durch den Obersten Gerichtshof führten, hat der Ausschuss Schutzmaßnahmen vorgeschlagen. Die neue Formulierung soll frühere Einwände des Gerichts hinsichtlich Unklarheit und Überdehnung berücksichtigen.
Die Kriminalisierung von Social-Media-Beiträgen könnte die öffentliche Debatte in Indien erheblich beeinflussen und zivilrechtliche Verleumdungsstreitigkeiten in strafrechtliche Angelegenheiten umwandeln. Dieser Schritt Maharashtras wird das Gleichgewicht zwischen der Eindämmung von Online-Missbrauch und dem Schutz der Meinungsfreiheit auf die Probe stellen, insbesondere angesichts früherer Probleme mit dem Missbrauch ähnlicher Gesetze.