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Fertigung

Große Konzerne planen Wasserstoff-Tankstellen in Europa

Mehrere Großunternehmen, darunter Daimler Truck, Volvo und Toyota, planen die Zusammenarbeit beim Aufbau einer Infrastruktur für Wasserstoff-Fahrzeuge in Europa. Ziel ist die Schaffung eines wettbewerbsfähigen Wasserstoff-Ökosystems.

1. Oktober 2026
Große Konzerne planen Wasserstoff-Tankstellen in Europa

Mehrere bedeutende Industrieunternehmen, darunter Daimler Truck, Volvo, Toyota Motor, Bosch, Air Liquide, TotalEnergies, Teal Mobility und MB Energy, haben ihre Absicht zur Zusammenarbeit bei der Förderung der Wasserstofftechnologie in Europa bekannt gegeben. Ein zentrales Ziel dieser Kooperation ist der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wasserstoffinfrastruktur, die ein flächendeckendes Netz von Tankstellen umfasst und die Preiswettbewerbsfähigkeit von Wasserstofffahrzeugen sicherstellt.

Die Branchenführer werden ihre detaillierten Pläne und Ziele auf einer Pressekonferenz im Rahmen der IAA Transportation in Hannover am 15. September vorstellen. Bei der Veranstaltung werden voraussichtlich konkrete Schritte zur Skalierung der Wasserstoffwirtschaft im Schwerlastverkehr angekündigt.

Die Automobilindustrie sucht aktiv nach Alternativen zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Während Elektro-Lkw eine Entwicklungsrichtung darstellen, wird die Wasserstofftechnologie als wesentliche Lösung betrachtet, insbesondere für den Fern- und Schwerlastverkehr. Daimler Truck und Volvo haben sich bereits im Rahmen des Unternehmens Cellcentric zur Entwicklung von Brennstoffzellen zusammengeschlossen, und Toyota hat seine Beteiligung als Partner angekündigt.

Obwohl Wasserstoff- und Elektrofahrzeugtechnologien aktiv entwickelt werden, sind sie auf dem aktuellen Markt noch relativ selten. Daimler Truck hat mit der Auslieferung einer Kleinserie von Elektro-Lkw begonnen und plant, bis Ende des Jahres wasserstoffbetriebene Prototypen einzuführen. Auch die Brennstoffzellensysteme von Bosch für Wasserstoff sind bereits verfügbar, die Nachfrage war jedoch bisher verhalten. Es wird erwartet, dass diese gemeinsame Anstrengung die Verbreitung dieser Technologien beschleunigen wird.

Originalquelle: heise.de