Malaysia setzt chinesische Satellitentechnologie für Hochwasserwarnsystem ein
Malaysia führt chinesische Satellitentechnologie zur Verbesserung seines Frühwarnsystems für Überschwemmungen ein. Ziel ist es, die Genauigkeit von Wettervorhersagen zu erhöhen und sich besser auf Monsunregen vorzubereiten.

Malaysia wird chinesische Satellitentechnologie nutzen, um sein Frühwarnsystem für Überschwemmungen zu verbessern. Dies ist eine Reaktion auf die jährlichen Herausforderungen während der Monsunzeit, die von November bis März andauert und oft zu heftigen Regenfällen und Überschwemmungen führt. Laut Vize-Premierminister Ahmad Zahid Hamidi soll das satellitengestützte System präzisere und umfassendere Wettervorhersagen liefern.
Diese verbesserte Vorhersagefähigkeit soll den Behörden helfen, sich besser auf Katastrophen vorzubereiten und deren Auswirkungen zu mindern. Die Notwendigkeit eines solchen Systems wurde durch die verheerenden Überschwemmungen im Dezember 2021 unterstrichen, bei denen über 50 Menschen ums Leben kamen und rund 400.000 Menschen obdachlos wurden. Diese Ereignisse verursachten wirtschaftliche Schäden in Höhe von schätzungsweise 6,1 Milliarden Ringgit (ca. 1,3 Milliarden Euro).
Vize-Premierminister Hamidi, der auch dem nationalen Katastrophenmanagementkomitee Malaysias vorsitzt, plant Gespräche mit dem chinesischen Minister für öffentliche Sicherheit, Wang Xiaohong, zur beschleunigten Einführung des Systems. Ziel ist es, die Technologie zügig in die malaysische Infrastruktur zur Katastrophenbewältigung zu integrieren.
Die Überschwemmungen 2021 hatten weitreichende Zerstörungen zur Folge, insbesondere in der stark industrialisierten Region Selangor. Zahlreiche Wohnhäuser, Fabriken, Geschäfte und Infrastrukturen wurden beschädigt oder zerstört.