Man Group analysiert Genauigkeit von Atlantik-Sturmvorhersagen
Das Investmentunternehmen Man Group PLC hat die Genauigkeit von professionellen Vorhersagen für die atlantische Hurrikansaison analysiert und mit einem einfachen "naiven" Basiswert verglichen.

Das Investmentunternehmen Man Group PLC hat eine Analyse zur Genauigkeit professioneller Vorhersagen für die atlantische Hurrikansaison veröffentlicht. Die Studie vergleicht Prognosen von Institutionen wie NOAA, dem Met Office und Tropical Storm Risk (TSR) mit einer "naiven" Prognose, die auf dem Durchschnitt der Sturmzahlen der vorangegangenen zehn Jahre basiert.
Die Analyse führt eine "Skill"-Metrik ein, die den Fehler von Prognosen im Verhältnis zum Fehler der naiven Vorhersage misst. Die Ergebnisse zeigen eine gemischte Leistung, wobei über 40 Prozent der Prognosen bei Betrachtung aller Daten schlechter abschnitten als die naive Basislinie. Selbst über längere Zeiträume und für spezifische Kennzahlen wie die Anzahl der Hurrikane und größeren Hurrikane lag die berechnete "Skill" oft unter 20 Prozent.
Diese Erkenntnisse sind bedeutsam für den Versicherungs- und Rückversicherungssektor, der saisonale Sturmprognosen zur Information der Preisgestaltung von Rückversicherungsverträgen nutzen kann. Während Prognosen einen Kontext für Investorengespräche bieten, unterstreicht die Analyse ihre potenziell begrenzte Vorhersagekraft.
Man Group betont die Herausforderungen beim Vergleich von "Äpfeln mit Äpfeln" und die Bedeutung klarer Datendefinitionen. Obwohl einfach, dient die "naive" Prognose als wichtiger Maßstab für die Bewertung professioneller Vorhersagen. Die Ergebnisse legen nahe, dass Marktteilnehmer und Versicherer die Präzision von Sturmvorhersagen und deren Auswirkungen auf die Rückversicherungsprämien kritisch betrachten sollten.