Man Group prüft KI-Einsatz im Vermögensmanagement
Das Vermögensverwaltungsunternehmen Man Group PLC untersucht die Einführung von künstlicher Intelligenz, insbesondere generativer KI, und deren Potenzial zur Verbesserung von Geschäftsprozessen.

Das Vermögensverwaltungsunternehmen Man Group PLC hat eine Analyse zur Einführung von künstlicher Intelligenz, insbesondere generativer KI, im Sektor des Vermögensmanagements veröffentlicht. Das Unternehmen zieht Parallelen zwischen den aktuellen Fortschritten der KI und der langsamen Verbreitung des elektrischen Lichts zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wobei betont wird, dass transformative Technologien Zeit für ihre vollständige Implementierung benötigen.
Man Groups Tochtergesellschaft Man AHL hat generative KI auf vielfältige Weise eingeführt, um die Produktivität ihrer quantitativen Analysten zu steigern. Obwohl KI Forscher oder Portfoliomanager noch nicht ersetzt hat, hat sie die Effizienz erhöht und den Analysten mehr Zeit für die Alpha-Generierung verschafft. Das Unternehmen berichtet, dass generative KI beim Codieren, der Datenaugmentierung, dem Feature Engineering und der Portfoliokonstruktion unterstützt.
Eine wichtige Anwendung ist ein KI-gestützter Coding-Assistent, der die Entwicklung von Prototypen und die Erstellung von Forschungsergebnissen durch die Generierung von Code aus natürlichsprachlichen Eingabeaufforderungen beschleunigt. Eine Herausforderung besteht in der Integration von KI in die internen, proprietären Code-Bibliotheken des Unternehmens, jedoch werden hierfür maßgeschneiderte Chatbot-Lösungen entwickelt.
Man Group gibt an, dass bereits über 70 % der Mitarbeiter die generative KI nutzen. Das Unternehmen erwartet, dass sich generative KI schneller verbreiten wird als das elektrische Licht in der Vergangenheit, was erhebliche Ressourcen freisetzen und die täglichen Arbeitsabläufe verbessern könnte.