Man Group analysiert Auswirkungen der Deglobalisierung auf Investitionen
Der Vermögensverwalter Man Group hat eine Analyse veröffentlicht, die den Aufstieg der Deglobalisierung und seine potenziellen Auswirkungen auf Anlagestrategien untersucht.

Der Vermögensverwalter Man Group PLC hat eine neue Analyse veröffentlicht, die sich mit dem globalen Phänomen der "Deglobalisierung" und seinen Auswirkungen auf die Anlagelandschaft befasst. Das Unternehmen vertritt die Ansicht, dass die Ära des neoliberalen Globalismus ihren Höhepunkt überschritten hat und einer populistischen Ära der Deglobalisierung Platz gemacht hat.
Die Forschung, die politische Ökonomie, Datenwissenschaft und Anlageanalyse kombiniert, untersucht vier mögliche Zukunftsszenarien für die Weltordnung: Deglobalisierung, Re-Amerikanisierung, De-Amerikanisierung und Fragmentierung. Jedes Szenario hat spürbar unterschiedliche Folgen für Vermögenserträge, Inflationsdynamiken und Portfolio-Konstruktion.
Man Group hat ein analytisches Instrumentarium entwickelt, das maschinelles Lernen und Echtzeitdaten nutzt, um 77 Schlüsselindikatoren zu überwachen. Das Werkzeug zielt darauf ab zu quantifizieren, wie schnell sich die Welt von ihrem Höhepunkt der globalen Integration, der etwa im Jahr 2007 erreicht wurde, entfernt.
Das Unternehmen geht davon aus, dass der Anstieg der Deglobalisierung das Inflationsrisiko aufgrund von Lieferkettenfriktionen und verringertem Lohnausgleich erhöhen könnte. Darüber hinaus könnten politische Risikoprämien steigen und die Marktstreuung zunehmen. Man Group rät Anlegern, diese Periode als "Regimewechsel" zu erkennen und ihre Strategien entsprechend anzupassen.