Man Group erörtert Zusammenhang zwischen Volatilität und Risiko
Experten von Man Group diskutierten die Unterschiede zwischen Volatilität und Risiko. Sie stellten fest, dass Volatilität allein nicht ausreicht, um alle Risiken zu beschreiben, und betonten die Bedeutung von Verhaltensfaktoren.

Experten von Man Group trafen sich im September 2014, um die Nuancen zwischen Volatilität und Risiko zu erörtern. Sie kamen zu dem Schluss, dass Volatilität allein nicht ausreicht, um alle anlagebezogenen Risiken zu erfassen.
Die Diskussion verdeutlichte, dass Volatilität zwar ein gängiges Risikomaß ist, aber allein nicht ausreicht, um alle Anlagerisiken abzubilden. Insbesondere Präferenzen der Anleger hinsichtlich Schiefe (Skewness) oder extremer Ereignisrisiken („Tail Risks“) können Volatilität zu einem unzureichenden alleinigen Indikator machen.
Die akademischen Berater stellten fest, dass rein rationale Faktoren wie Nachrichten zu zukünftigen Cashflows, Zinssätzen oder Risikobereitschaft die Marktvolatilität nicht vollständig erklären. Verhaltensbedingte Effekte, wie übermäßige Extrapolation oder Optimismus, können zu übermäßiger Volatilität beitragen.
Darüber hinaus wurde beobachtet, dass Phasen niedriger Volatilität paradoxerweise erhöhte Risiken signalisieren können, da Anleger möglicherweise übermäßige Risiken eingehen. Die Forschung verlagert sich ebenfalls von traditionellen Modellen zur Nutzung von Hochfrequenzdaten für Volatilitätsprognosen, obwohl die Fortschritte bei fundamentalen Modellen verlangsamt wurden.